Seit gut 5 Wochen bin ich in Besitz der Gore Bikewear Balaclava* und halte es nun für einen guten Zeitpunkt, Euch meine Erfahrungen mit dieser Sturmhaube mitzuteilen. Die Balaclava besteht aus dem berühmten Gore Windstopper Textil und wird als Einheitsgröße für EUR 29,90 im Fachhandel angeboten.
Durch elastische Textilstreifen in der Sturmhaubenmitte passt sich das gute Stück an die jeweilige Kopfform an. Der Tragekomfort ist gut und ich konnte auch kein unangenehmes Drücken feststellen. Auch für Radfahrer mit längeren Haaren (wie ich sie trage) gibt es keine Einschränkungen in der Passform. Der Helm sitzt auf der Haube hervorragend und verrutscht nicht. Sehr gut hat mir gefallen, dass die Haube den Hals sehr großflächig bedeckt und dieser so vollständig vor Auskühlung geschützt ist. Der Nasenrücken wird mit einem Stoffstreifen bedeckt. Im Bereich der Nasenlöcher ist die Balaclava offen. So kann sich kein feuchtes Kondensat im Gewebe bilden, dass zur Auskühlung führt. Im Bereich des Munds ist das Gewebe perforiert, um auch hier die Feuchtigkeit abzuführen. Während meiner Ausfahrten im Bereich bis -5 °C entstanden keine feuchten Stellen und die eingeatmete Luft fühlte sich trotzdem nicht kalt an. Ohren und Nasenspitze – die Problemzonen im Gesicht – waren auch nach 2 h Fahrt angenehm warm. Der Ausschnitt für die Augen ist großzügig bemessen. Bei kleineren Köpfen kann es aber passieren, dass die Stirn etwas frei liegt.
Sieht schon etwas gewöhnungsbedürftig aus.
Bei den ersten Ausfahrten empfand ich einen leichten Tunnelblick. Nach einiger Eingewöhnung verschwindet das aber. Ebenso ungewohnt ist die leichte Dämpfung von Umgebungsgeräuschen, die sich aber nicht vermeiden lässt, wenn man eine Mütze über die Ohren zieht.
Das Trinken während der Fahrt ist ein wenig umständlich. Man muss die Nasenöffnung über den Mund ziehen um das Mundstück der Trinkflasche/des Trinkrucksacks in den Mund stecken zu können. Trinken muss also in langsame bzw. fahrtechnisch einfache Passagen verlagert werden. Bei Temperaturen ab +3 °C ist mir der aufkommende Wärmestau etwas störend aufgefallen. Aber im Winter sollte man sich lieber mal zu warm einpacken als zu kalt. Bei langsamer Fahrt sind mir in seltenen Fällen die Brillengläser beschlagen. Das kann aber auch am Brillenmodell gelegen haben, dass dicht mit dem Gesicht/der Balaclava abschließt.
Vorteile:
sehr gute Passform trotz Einheitsgröße
alles schön warm am Kopf auch noch bei -5 °C (und mit Sicherheit auch bei -10 °C)
clevere Details für Nasen- und Mundöffnung
Nachteile:
Trinken etwas umständlich
relativ hoher Preis
Fazit: Die Gore Bikewear* Balaclava gehört sicher nicht zu den preiswertesten Fahrradmützen, aber sie ist ihr Geld definitiv wert. So wohlig warm war ich noch nie im Winter unterwegs. Die zwei Handgriffe vor Einleitung des Getränks in den Körper sind zwar etwas umständlich, sollten aber unter winterlichen Witterungsbedingungen in Kauf genommen werden.
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Also ich finde diese 30 Euro bedeutend besser angelegt als 20 Euro für eine Mütze.
Top Maske! =)