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	<title>Trails &#38; Bikes &#187; Fahrtechnik</title>
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		<title>Richtig Stürzen III: Ausbrechende Reifen</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Sep 2009 08:56:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MTBTier</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mehr Sicherheit auf dem Bike mit einem Fahrtechnik Kurs In Teil 3 der Fahrtechnik-Serie Richtig Stürzen geht es um eine Art von Sturzsituationen, die mit einiger Praxis in Abfang- und Vermeidungstechniken sogar Spaß machen können. Die Rede ist von ausbrechenden bzw. wegrutschenden Laufrädern. In welchen Situationen muss man damit rechnen? Und wieso soll sowas lustig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p style="text-align: justify;"><a target="_blank" href="http://www.multicycle-tours.de/fahrtechnik/fortgeschrittene" target="blank">Mehr Sicherheit auf dem Bike mit einem Fahrtechnik Kurs</a><br />
In Teil 3 der Fahrtechnik-Serie <em>Richtig Stürzen</em> geht es um eine Art von Sturzsituationen, die mit einiger Praxis in Abfang- und Vermeidungstechniken sogar Spaß machen können. Die Rede ist von ausbrechenden bzw. wegrutschenden Laufrädern. In welchen Situationen muss man damit rechnen? Und wieso soll sowas lustig sein?<br />
<span id="more-2231"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wann brechen die Räder aus?</strong><br />
Wegrutschende Reifen lassen sich meistens auf einen Traktionsverlust bei auftretenden Querkräften zurückführen. D.h. eine Kraft die seitlich auf das Rad wirkt, ist groß genug, um die Haftreibung zwischen Reifen und Untergrund in dieser Richtung zu überwinden. Es gibt sehr unterschiedliche Situationen, die dazu führen.<br />
<em>Loser Untergrund</em> &#8211; starke Richtungswechsel (z.B. Kurven) auf Sand, Schotter, Kies und ggf. trockenem Waldboden können die Räder wegrutschen lassen. Je nach Untergrund passiert dies schon bei niedrigen (Sand) oder erst bei hohen Geschwindigkeiten (Waldboden).<br />
<em>Nässe</em> &#8211; in Schlamm, auf feuchtem Asphalt und natürlich auf Glatteis reagieren die Reifen sehr sensibel auf kleine Seitwärtsbewegungen. Hier kann sich das Fahrrad sehr überraschend zur Seite verabschieden.<br />
<em>Starke Bremsmanöver</em> &#8211; ein blockierendes Hinterrad reagiert auf den oben erwähnten Untergründen besonders gern mit Wegrutschen. Meistens sind die Folgen davon aber berechen- und kontrollierbar. Anders sieht es aus, wenn das verzögerte Vorderrad wegrutscht (z.B. in Kurven auf feuchtem Boden). Vor dieser Situation graut mir auch immer wieder.<br />
<em>Verspringen des Laufrads</em> &#8211; Passiert meistens mit dem Hinterrad, das seitlich auf ein Hindernis (Wurzel, Stein) schlägt, welches man mit dem Vorderrad umfahren werden konnte. Das Hinterrad wird daraufhin ausgehoben und kann ggf. seitlich ausschwenken. Meistens gibt das jedoch nur einen kleinen Ruck und der Sturz bleibt aus.<br />
<em>Plötzlicher Untergrundwechsel</em> &#8211; abrupte Übergänge auf einen anderen Bodenbelag können bei hohen Geschwindigkeiten zu plötzlichem Traktionsverlust führen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Was sollte ich tun, wenn die Räder schon rutschen?</strong><br />
Ein rutschendes Rad bedeutet noch nicht, dass man unweigerlich stürzen muss. Das hängt hauptsächlich von der Seitlage des Fahrrads ab. Je stärker es sich schon zum Boden geneigt hat, desto geringer ist die Chance, das Fahrrad noch abzufangen. Hier sollte man sich rechtzeitig dazu entschließen, das Bike ohne einen selbst weitersegeln zu lassen. Das hat zwei wesentliche Vorteile. Zum Einen habt Ihr nun alle vier Gliedmaßen frei, um Euch vor schlimmen Verletzungen zu schützen. Zum Anderen sind die Schäden am Mountainbike nicht ganz so gravierend, da beim Einschlag auf den Untergrund nur noch die Masse des Bikes auf die betroffenen Komponenten drückt (hauptsächlich Lenker, Pedale, Schaltwerk, Sattel). Denn wo es so nur ein paar oberflächliche Kratzer davon trägt, kann die Zusatzlast durch das eigene Körpergewicht zu verbogenen Schaltwerken, Pedalen oder gerissenen Lenkern führen.<br />
Ihr habt Euch also vom Bike getrennt. Dieses wird nun &#8211; je nach Geschwindigkeit und Untergrund &#8211; einige Zentimeter bis hin zu ein paar Metern weit rutschen. Manchmal überschlägt es sich auch. <em>Wichtiger ist es jetzt aber, was Ihr tut:</em></p>
<ol style="text-align: justify;">
<li>Vorm Aufprall auf den Boden solltet Ihr bereits die Arme nah an den Oberkörper gebracht haben. Verkrampfte, abstehende Arme können beim Aufprall von Bänderzerrungen bis zu Brüchen führen. Achtet darauf, dass Gelenke (z.B. Ellbogen, Schultern) den Untergrund nicht zuerst berühren.</li>
<li>Spannt die Nackenmuskulatur an und haltet den Kopf oberhalb der Schulter, die zuerst den Boden berührt. So bremst/verhindert Ihr das Durchschlagen des Kopfs auf den harten Untergrund. Denn trotz Helm kann das zu schweren Verletzungen führen. Leider kann man sich so beim Aufschlag trotzdem den Nacken etwas zerren. Dieser Schmerz vergeht aber erfahrungsgemäß schneller, als ein spitzer Felsen, der durch den Helm gedrungen ist.</li>
<li>Winkelt das zuerst einschlagende Bein an, so dass der Oberschenkel das <em>allererste Körperteil</em> ist, das den Boden berührt. Innere Verletzungen wie Knochenbrüche sind hier am unwahrscheinlichsten, da der Knochen von einer sehr großen (und angespannten) Muskelgruppe umgeben ist. Achtet auch hier darauf, dass das Kniegelenk nicht zuerst auftrifft.</li>
<li>Wie immer nach dem Aufschlag hilft eine Rollbewegung (hier seitwärts), die kinetische Energie aus dem Sturz so abzubauen, dass keine punktuellen Belastungen am Körper auftreten.</li>
</ol>
<p style="text-align: justify;">Ihr seht schon, ganz ohne Schmerzen wird ein Sturz dieser Art nicht ablaufen. Ein paar Abschürfungen muss man durchaus in Kauf nehmen. Wenn Ihr nach der oben erklärten Technik landet, sollten sich diese aber auf Oberarm und -schenkel beschränken.<br />
Allerdings kann bei wegrutschenden Rädern der Sturz oft ohne großartige Reflexe und Techniken vermieden werden.<br />
<!--wpads#fahrtechnik--></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Driften ohne Schmerzen</strong><br />
Eigentlich ist es so einfach, dass es jede/r RadfahrerIn in der entsprechenden Situation schon unbewusst gemacht hat: Sie/Er stellt den <em>inneren Fuß</em> auf den Boden. Fertig.<br />
Unter &#8220;innen&#8221; versteht man hier das Bein, das beim Sturz zuerst auf dem Boden landen würde. Rutscht Euer Bike z.B. nach rechts, ist es das linke Bein.<br />
Sobald Ihr also ein Wegrutschen bemerkt, könnt Ihr den &#8220;Innenfuß&#8221; schonmal vom Pedal nehmen. Haltet ihn auf Höhe des Vorderrads in der Luft und bleibt auf dem Sattel sitzen. Wenn nun ein Reifen rutscht, macht Ihr mit diesem Fuß einfachen einen &#8220;Schritt&#8221;. Also Innenfuß vorn auf den Boden aufsetzen, vom Untergrund leicht abstoßen und das Bein nach hinten wieder hoch bewegen.<br />
Für Einsteiger und Vorsichtige reicht es auch aus, sich auf den Innenfuß zu stellen, das Rad loszulassen oder anzuhalten und erstmal wieder für einen sicheren Stand zu sorgen.<br />
Mit etwas Routine braucht man den Fuß bald nur noch in Extremsituationen. Dann reicht auch ein Eindrehen des Oberkörpers, eine kurze Verlagerung des Schwerpunkts über das rutschende Laufrad oder ein kurzes Bremsmanöver mit dem nicht rutschenden Laufrad. <strong>Und damit</strong> werdet Ihr ganz schnell süchtig nach solchen Situationen im Grenzbereich, weil es einfach den Adrenalinpegel nach oben kickt.<br />
Haltet Euch trotzdem an die wichtigste Regel in der Sturzvermeidung: <em>Fahrt Euren Fähigkeiten und der Situation entsprechend vorsichtig.</em></p>
<p style="text-align: justify;">Das war es vorerst zum Thema <em>Richtig Stürzen</em>. Ihr habt nun ein paar Tipps gelesen, die sich mit den zwei häufigsten Sturzszenarien im Radsport befassen. Diese haben natürlich NICHT den Anspruch auf absolute Korrektheit. Sie sind auch nicht die Wunderwaffe gegen jede Form von Unfällen. Es handelt sich einfach nur um Erfahrungen und Techniken, die mich oft in Sturzsituationen vor Schlimmerem bewahrt haben.<br />
Trotzdem funktionieren diese Tipps bei mir auch nicht immer. Die 3 &#8220;Erdungen&#8221;, die ich allein dieses Jahr erlebt habe, sprechen sichtlich dagegen. <img src='http://www.trailsandbikes.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /><br />
Ihr solltet mit diesen Tipps einfach ein wenig die Angst vor Stürzen genommen bekommen. So werdet Ihr bald merken, dass Ihr im Falle eines Sturzes nicht nur den Anfang des Sturzes und die Schmerzen danach bewusst mitbekommt, sondern auch während des Sturzes voll da seid. Und das ist <strong>der wichtigste Schritt</strong> zum verletzungsarmen Stürzen: Immer voll wahrnehmungs- und reaktionsfähig bleiben.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn Ihr noch Fragen oder Hinweise zu Sturztechniken habt, schreibt sie doch einfach hier in die Kommentare. Vielleicht kommt ja noch ein Artikel zu dieser Serie dabei raus.<br />
Und natürlich weiterhin gute Fahrt! <img src='http://www.trailsandbikes.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Richtig Stürzen II: Über den Lenker und dann weiter?</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Sep 2009 19:49:06 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Mehr Sicherheit auf dem Bike mit einem Fahrtechnik Kurs Nach fast 3 Monaten Stille möchte ich die Rubrik Richtig Stürzen endlich wiederbeleben. Es geht also mit dem lang angekündigten Thema &#8220;Wo ist mein Lenker hin? – Richtig über das Vorderrad fliegen&#8221; weiter. Der Abgang über den Lenker des Fahrrads ist für Viele eines der schlimmsten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p style="text-align: justify;"><a target="_blank" href="http://www.multicycle-tours.de/fahrtechnik/fortgeschrittene" target="blank">Mehr Sicherheit auf dem Bike mit einem Fahrtechnik Kurs</a><br />
Nach fast 3 Monaten Stille möchte ich die Rubrik <strong>Richtig Stürzen</strong> endlich wiederbeleben. Es geht also mit dem <a href="http://www.trailsandbikes.net/fahrtechnik/richtig-sturzen-i-allgemeine-tipps" target="blank">lang angekündigten</a> Thema <strong>&#8220;Wo ist mein Lenker hin? – Richtig über das Vorderrad fliegen&#8221;</strong> weiter.<br />
Der Abgang über den Lenker des Fahrrads ist für Viele eines der schlimmsten Sturz-Szenarien. Wann ist das Risiko am Höchsten? Wie verletze ich mich am Wenigsten? Und wie kann ich den Sturz in letzter Sekunde abwenden?<span id="more-2179"></span>
</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wann passiert&#8217;s?</strong></p>
<ul style="text-align: justify;">
<li><em>Abrupte Verzögerungen</em> &#8211; durch starke Bremsmanöver bzw. Vollbremsungen mit der Vorderradbremse oder unerwartete Hindernisse, wird das Vorderrad so sehr verzögert, dass das Hinterrad nach oben steigt.</li>
<li><em>Abtauchen des Vorderrads</em> &#8211; durch das unerwartet tiefe Eintauchen der Federgabel bzw. das Abtauchen des Lenkers nach einer Stufe oder durch eine Mulde im Untergrund, steigt das Hinterrad auf.</li>
<li><em>Steile Abfahrten</em> &#8211; der hintere Fahrradteil (alles hinterm Steuerrohr) schiebt bergab über das Vorderrad.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;"><!--wpads#fahrtechnik--></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wieso passiert&#8217;s?</strong><br />
Der Grund für diese unschöne Form des Stürzens ist die <strong>Trägheit</strong>, die ja bekanntlich von Newton erfunden wurde. <em>(Liebe Schüler und Opfer der Generation PISA: Er hat sie nicht erfunden, sondern nur erkannt, erforscht und benannt. Er ist also nicht Schuld, wenn Euch das Bike mal wieder abwirft.)</em><br />
Der ganze Sturzablauf lässt sich darauf reduzieren, dass das Vorderrad plötzlich stark abgebremst wird, der restliche Teil des Fahrrads (samt Fahrer) aber weiterhin bestrebt ist, sich in die ursprüngliche Fahrtrichtung zu bewegen. Da das Vorderrad nicht mehr/nur noch eingeschränkt diese Bewegung mitmacht, weicht der Rest des Bikes in eine Richtung aus, die nicht gesperrt wird. Meistens bewegt sich dann das Mountainbike samt Fahrer nach vorn oben. Man kann sich das als eine Teilkreisbahn vorstellen, deren Mittelpunkt in der Vorderradnabe liegt. Die VR-Nabe ist als der Drehpunkt, um den sich der ganze Rest bewegt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wie passiert mir dabei nichts?</strong><br />
Wenn es zu so einer Sturzsituation kommt, kann man sie nur selten in letzter Sekunde verhindern. Es gilt die (fast) <strong>allgemeingültige goldene Regel des Stürzens:</strong> Trenne Dich rechtzeitig von deinem Fahrrad!<br />
Im speziellen Fall des Abstiegs über den Lenker läuft das so ab:</p>
<ol style="text-align: justify;">
<li>Du merkst, dass das Hinterrad aufsteigt. Drücke den Lenker mit den Armen nach unten und löse Dich <em>möglichst zeitgleich</em> mit den Füßen von den Pedalen.</li>
<li> Öffne Deine Beine seitlich zu einem weiten &#8220;O&#8221; und versuche sie so am Lenker vorbeizubringen. Versuche dann mit den Füßen auf dem Boden zu landen.<br />
Falls Du zu schnell dafür bist und einfach nur mit dem Kopf zuerst über den Lenker gehst, winkle die Arme schützend vorm Gesicht an. Versuche auf den Handflächen zu landen und sofort bei Bodenkontakt eine Rolle vorwärts (Purzelbaum) zu machen. Diese soll nicht schön aussehen, sondern durch die Umlenkung Deiner Bewegungsrichtung die kinetische Energie aus Deinem Flug verbrauchen, so dass nicht die ganze Kraft aus Deinem Sturz auf die Hände und Unterarme geleitet wird.</li>
<li>Vergiss nicht, dass nach Dir noch ein Bike geflogen kommt! Solltest Du auf den Füßen gelandet sein, laufe einfach ein paar Schritte nach vorn. Das hat zugleich den entlastenden Effekt wie die Rolle nach der Landung auf den Händen.<br />
Falls Du hingefallen bist, dann drehe Dich während der Vorwärtsrolle seitwärts auf den Rücken (ähnlich &#8220;Judorolle&#8221;). Halte nun die Arme und Beine schützend über Kopf und Körper, um so das angeflogene Mountainbike abzuwehren.</li>
</ol>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wichtig:</strong> Führt jede Abfangbewegung mit Körperspannung aus. Angespannte Muskeln nehmen viel Kraft von starken Einschlägen auf und entlasten so Eure Knochen. Ein Helm ist sowieso Pflicht beim Mountainbiking. Mit Fahrradhandschuhen (am Besten mit geschlossenen Fingern) schützt Ihr zusätzlich Eure Handflächen vor Hautabschürfungen. Sie dämpfen auch die Krafteinwirkung auf die Handgelenke.<br />
<!--wpads#fahrtechnik--></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wie vermeide ich den Sturz?</strong><br />
Sturzvermeidung ist die Königsdisziplin, die man nicht vom Lesen allein erlernt. Dazu gehören viele &#8211; und leider oft sehr schmerzhafte &#8211; Praxiserfahrungen. Ich kann von mir mit Recht behaupten, dass ich diese seit 1998 konsequent gesammelt habe. <img src='http://www.trailsandbikes.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Deshalb möchte ich versuchen, Euch ein paar kleine Tipps zu geben, die helfen können.<br />
<em>Der Schwerpunkt</em> ist beim Mountainbiking eine sehr wichtige Größe. Besonders bei steilen Abfahrten könnt Ihr damit Abgänge über den Lenker vermeiden. Euer Schwerpunkt sollte bergab möglichst tief und hinten liegen. Die Zeiten, in denen man seinen Hintern schmerzhaft hinter den hohen Sattel geklemmt hat sind seit Ende der 1990er-Jahre zum Glück vorbei. Nur selten fährt man Berge hinab, die diese extreme Gewichtsverlagerung benötigen. Eine entspannte lockere Position des Pos schräg hinter (und knapp über) dem Sattel reicht meistens aus.<br />
Wenn Eure Sattelhöhe ziemlich genau dem Optimum für Eure Schrittlänge entspricht, solltet Ihr die Sattelstütze ruhig noch einen Zentimeter tiefer stellen. So habt Ihr mehr Luft zwischen den Beinen, um Euren Schwerpunkt zu verlagern. Die Einbuße an Vortrieb ist minimal.<br />
Bei einem <em>starken Bremsmanöver</em> solltet Ihr <strong>nie</strong> die Vorerradbremse bis zum Anschlag durchziehen. Lasst sie schleifen. Die Bremskraft darf dabei <em>progressiv zunehmen</em> (dosiert anbremsen und dann die Bremskraft kontinuierlich bis zum Maximum erhöhen). Die Hinterradbremse sollte immer unterstützend eingesetzt werden. Bleibt während des Bremsmanövers <em>unbedingt</em> im Sattel sitzen. Der Schwerpunkt ist im Normalfall dann weit genug hinten, um das Hinterrad am Boden zu halten. Falls es doch abhebt, dann einfach kurz den Hebel der Vorderradbremse loslassen.<br />
Bei Stufen und Mulden gilt eigentlich alles zuvor Gesagte: Schwerpunkt nach hinten (Lenker entlasten) und dosiert Bremsen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Warum funktionieren Deine Tipps nicht?</strong><br />
Ein Sturz ist immer eine Stresssituation. Er passiert meistens auch nur dann, wenn man damit nicht gerechnet hat. Dementsprechend habt Ihr &#8211; wie beim Autofahren auch &#8211; eine Schrecksekunde. In dieser kann Euer Körper verkrampfen bzw. einfach reaktionsunfähig sein. Leider befindet man sich nach dieser Sekunde meistens schon im freien Flug. Dann heißt es nur noch, den Schaden durch die erwähnten Abfangbewegungen zu reduzieren. Das klappt leider nicht immer. <a target="_blank" href="http://www.diro-online.com" target="blank">Gerd</a> konnte davon diesen Sommer leider ein Lied singen.<br />
Für eine gezielte Vermeidung solcher Stürze gehört ein abgeklärter Umgang mit dem Sturzablauf. Das bedeutet eine permanente Wahrnehmungs-, Handlungs- und Reaktionsfähigkeit während der ganzen Sturzsituation. Ihr müsst also richtig <em>coole A-Löcher</em> im Sattel werden. Dazu gehört Routine &#8211; Sturzroutine. Die eignet man sich leider nur selten auf Gummimatten an. <img src='http://www.trailsandbikes.net/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':-(' class='wp-smiley' />  Also raus an die frische Luft.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn Ihr die Geschwindigkeit Eurem fahrtechnischen Kenntnisstand anpasst, sind solche Abgänge über den Lenker oft gar nicht so schlimm. Entweder man ist so langsam, dass man  auf  den Füßen landen kann oder man fällt auf relativ weichen Untergrund in der Natur. Im Straßenverkehr sieht das da schon gefährlicher aus: weitere (stärkere) Verkehrsteilnehmer und harte Bodenbeläge. Hier spielt oft auch das Glück bzw. Pech eine große Rolle.<br />
Haltet Euch also auch immer an die <strong>wichtigste Regel der Sturzvermeidung</strong>: Fahrt vorausschauend und defensiv!<br />
Was könnt Ihr noch für Erfahrungen, Hinweise oder Tipps zur Verletzungs- und Sturzvermeidung bei einem Abflug über den Lenker weitergeben?</p>
<p style="text-align: justify;">Demnächst (definitiv nicht erst im Dezember <img src='http://www.trailsandbikes.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  ) gibt&#8217;s dann Teil 3 zum Thema &#8220;Hallo Hinterrad, du hier?! &#8211; Wenn die Laufräder lieber rutschen als rollen.&#8221;</p>
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		<pubDate>Wed, 24 Jun 2009 19:45:36 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Mehr Sicherheit auf dem Bike mit einem Fahrtechnik Kurs Lange war es angekündigt, nun beginnt endlich die Fahrtechnik-Serie Richtig Stürzen. Da die ganze Sache sehr umfangreich wird, ist mit insgesamt vier oder fünf Artikeln zu diesem Thema zu rechnen. Regelmäßiges Vorbeischauen lohnt sich also. (Lohnt sich sowieso immer ) Bevor ich Euch das fahrtechnische Gefrickel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p style="text-align: justify;"><a target="_blank" href="http://www.multicycle-tours.de/fahrtechnik/fortgeschrittene" target="blank">Mehr Sicherheit auf dem Bike mit einem Fahrtechnik Kurs</a><br />
Lange war es angekündigt, nun beginnt endlich die <a href="http://www.trailsandbikes.net/fahrtechnik/" target="blank">Fahrtechnik</a>-Serie <strong>Richtig Stürzen</strong>. Da die ganze Sache sehr umfangreich wird, ist mit insgesamt vier oder fünf Artikeln zu diesem Thema zu rechnen. Regelmäßiges Vorbeischauen lohnt sich also. (Lohnt sich sowieso immer <img src='http://www.trailsandbikes.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  )<br />
Bevor ich Euch das fahrtechnische Gefrickel und Sturzabfangmanöver mit Hilfe von sensiblem Bremseinsatz erkläre, sollten erstmal die ganz allgemeinen Dinge erwähnt werden, die jeder noch so unerfahrene Radfahrer erfüllen kann.<span id="more-1489"></span><br />
<center><!--wpads#fahrtechnik--></center>
</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>1. Sicherheitsausrüstung</strong><br />
<strong>Der Helm:</strong> Diskussionen hierzu wurden schon an vielen Stellen geführt und immer kam die Mehrheit zu einem einzigen Ergebnis: <strong>IMMER mit Helm fahren!</strong><br />
Sei es auf einer Tagestour durch schweres Gelände oder nur auf der 5-minütigen Fahrt zum Bäcker. Ein Sturz kann überall passieren. Dabei sind die Sturzfolgen im Straßenverkehr oft noch schlimmer als in der Wildnis.<br />
Fakt ist: Ein <em>Helm</em> verringert der Schwere der Verletzungen am Kopf erheblich. Meistens bleibt der Kopf unversehrt. Und selbst wenn man mit ihm Bodenkontakt hat, reduziert ein Helm die Verletzungen auf den &#8211; weniger lebensbedrohlichen &#8211; unteren Gesichtsbereich. Das gibt vielleicht ein paar hässliche Hautabschürfungen vom Kinn bis zu den Wangen, aber die verheilen relativ schnell und unkompliziert. Ein gebrochenes Joch-, Nasenbein oder ein Schädelbasisbruch bei Radfahrten ohne Helm möchte sicherlich keiner haben.<br />
Die typischen Gegenargumente (Helm drückt, man schwitzt drunter, Anziehen dauert zu lang, Helme sind hässlich, stören bei Besorgungen in der Stadt, sind zu teuer) gelten schon lang nicht mehr! Ich brauche zum Helm aufsetzen ca. 20 Sekunden. Da ist das Zurechtrücken meiner relativ langen Haare schon inbegriffen. Es gibt auf dem Markt für jede Kopfform und jeden Geschmack sehr gut belüftete sichere Helme, von denen die meisten zwischen 40,- und 100,- EUR zu bekommen sind. Zum Vergleich: Eine Jochbein-OP würde ca. 7.500 EUR kosten, wenn das die Krankenversicherung nicht abdecken würde. Hinzu kämen bei längerem beruflichen Ausfall Gehaltseinbußen, für die man sich locker mal einen Helm hätte leisten können. Von den Bestattungskosten im Falle eines Exitus ganz zu schweigen.<br />
Weiterhin kann man einen Helm prima als Einkaufskorb für kleine Besorgungen verwenden.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Handschuhe:</strong> Sicher sind sie kein Must-Have, aber aus eigener Erfahrung kann ich Fahrradhandschuhe nur empfehlen. Wenn es einen wirklich mal auf den Boden packt, kann man sich mit geschützten Handflächen wesentlich beherzter abfangen, ohne schmerzhafte Abschürfungen auf der Handfläche abzubekommen. Gegen mögliche Brüche im Unterarm helfen sie natürlich nicht (hatte vor Kurzem erst so einen Fall in der Familie). Stattdessen schonen sie mit ihrer Polsterung aber zusätzlich Hand und Handgelenk auf langen Touren.<br />
Gute Halbfingerhandschuhe bekommt man im Fachhandel schon für 15,- EUR. Geschlossene Langfingerhandschuhe schlagen mit 20,- bis 30,- EUR zu Buche. Ich selbst bin überzeugter Ganzjahrerslangfingerträger, da die Finger während der Fahrt so vor aufschlagenden Zweigen geschützt sind.<br />
<center><!--wpads#fahrtechnik--></center>
</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>2. Geschwindigkeit und Selbsteinschätzung</strong><br />
Es ist eigentlich banal, aber man kann es nicht oft genug sagen: <strong>Passt das Tempo Euren Bremsen und Fähigkeiten an!</strong> Wenn Ihr merkt, dass Eure Lenkmanöver unpräzise werden oder Ihr so sehr durchgeschüttelt werdet, dass Ihr den Weg vor Euch nicht mehr scharf seht, dann <strong>muss</strong> dosiert das Tempo reduziert werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Offroad:</strong> Wenn wenig erfahrene Mountainbiker einen technischen Singletrail als Schussfahrt hinunter brettern, endet das meistens nicht gut. Ein Mountainbike ist zwar fürs Gelände gebaut, aber es macht auch nicht alles mit. Besonders bei hohen Geschwindigkeiten ist eine gut gewählte Ideallinie Pflicht. Dabei gilt: <strong>Jeder ungewollte Traktionsverlust ist Kontrollverlust!</strong> Je schneller Ihr über Unebenheiten fahrt, desto mehr neigt das Bike zum springen. Die Zeit in der Luft ist Zeit, in der Ihr nicht bremsen und lenken könnt. Wenn Ihr schon schnell fahren wollt, dann umfahrt die Hindernisse auf einer weicheren Linie. Das kickt übrigens auch das Adrenalin hoch.<br />
Besonders auf unbekannten Wegen sollte man bei der Erstbefahrung nicht gleich Vollgas geben, sondern sich erstmal die oben erwähnte Ideallinie suchen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong><strong>Im Straßenverkehr:</strong> Hier gilt <!--wpcontaxe_no_banners-->eigentlich das Gleiche wie für andere Verkehrsteilnehmer: <strong>Rechnet mit der Dummheit des Anderen.</strong> Mit dieser Faustregel ist man auf nahezu Alles vorbereitet und kommt somit gar nicht erst in eine Sturzsituation.<br />
Gerade sportlich ambitionierte Radfahrer werden im Straßenverkehr unterschätzt. Wie oft wurde mir schon die Vorfahrt genommen, wenn ich mit knapp 50 km/h auf der Straße gefahren bin. Seid auf sowas vorbereitet. Haltet im Vorfeld Blickkontakt zum potenziellen Vorfahrtnehmer und legt es nicht auf Feindkontakt an.<br />
Fahrradfahrer verlieren solche Aktionen immer. Sei es juristisch bei Kollisionen mit Fußgängern oder gesundheitlich bei Autokontakt.
</p>
<p style="text-align: justify;">Das war Teil 1. In Kürze folgt <strong><a href="http://www.trailsandbikes.net/fahrtechnik/richtig-sturzen-ii-uber-den-lenker-und-dann-weiter" target="blank">Wo ist mein Lenker hin? &#8211; Richtig über das Vorderrad fliegen.</a></strong></p>
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		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 22:50:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MTBTier</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kurios]]></category>
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		<category><![CDATA[Game]]></category>
		<category><![CDATA[Geschicklichkeit]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Spiel-Idee ist zwar nicht neu, aber diese Variante (TG Motocross 2) der klassischen MotoCross-Flash-Spiele ist sehr schön gemacht. Vorsicht! Suchtgefahr! Meine Bestzeit: 2min 00s 55&#8243; 1min 55s 95&#8243; (ohne Bonusstrecken) Ähnliche Artikel:FrustschwimmenDirtAlpencross: Der Anfang ist gemachtTrialTrail Offensive zum 2000. Kilometer High-End Bikes und Zubehör zu super Preisen! Vielen Dank, dass Ihr den Feed von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p style="text-align: justify;">Die Spiel-Idee ist zwar nicht neu, aber <a target="_blank" href="http://www.teagames.com/games/tgmotocross2/play.php?start=1" target="blank">diese Variante</a> (TG Motocross 2) der klassischen MotoCross-Flash-Spiele ist sehr schön gemacht. <strong>Vorsicht! Suchtgefahr!</strong> <img src='http://www.trailsandbikes.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align: justify;">
<p><strong>Meine Bestzeit:</strong> <del datetime="2009-02-12T15:10:06+00:00">2min 00s 55&#8243;</del> <strong>1min 55s 95&#8243;</strong> (ohne Bonusstrecken)</p>
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		<title>Fahrtechnik bei Schnee</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jan 2009 23:19:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MTBTier</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mehr Sicherheit auf dem Bike mit einem Fahrtechnik Kurs Nachdem bereits beschrieben wurde, worauf man beim Mountainbiking bei Frost achten sollte, gehe ich heute auf Situationen bei Schnee ein. Allgemein: Ob mit Spikereifen oder ohne: Schnee kostet Kraft. Die Glätte auf festgefahrener Schneedecke oder unter der Schneeschicht birgt ständig die Gefahr eines durchdrehenden Hinterrads. Beim [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p style="text-align:justify;"><a target="_blank" href="http://www.multicycle-tours.de/fahrtechnik/fortgeschrittene" target="blank">Mehr Sicherheit auf dem Bike mit einem Fahrtechnik Kurs</a><br />
Nachdem bereits beschrieben wurde, worauf man beim Mountainbiking bei Frost achten sollte, gehe ich heute auf Situationen bei Schnee ein.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Allgemein:</strong> Ob mit Spikereifen oder ohne: <em>Schnee kostet Kraft.</em> Die Glätte auf festgefahrener Schneedecke oder unter der Schneeschicht birgt ständig die Gefahr eines durchdrehenden Hinterrads. Beim Auto begegnet man dieser Problematik mit hohen Gängen und niedrigen Drehzahlen.<br />
Ganz so einfach ist es auf dem Bike nicht. Vom Prinzip her sollte man zwar auch einen etwas schwereren Gang wählen und dann mit mäßiger Trittfrequenz und dosierter Kraftentwicklung fahren, ausreichend ist das jedoch nicht. Es müssen immernoch Hindernisse (Wurzeln, Steine etc.) überwunden werden. Diese sind oft vom Schnee verdeckt und kommen dann so überraschend, dass mit einer niedrigen Trittfrequenz schnell Schluss mit dem Vortrieb ist. Man muss also permanent die Balance aus Drehzahl und Drehmoment finden.<br />
Helfend wirkt hier die stärkere Verlagerung des Körpergewichts auf das Hinterrad. So erhöht Ihr die Traktion des Antriebsrades und bei plötzlichem Widerstand durch Hindernisse verblockt das Vorderrad nicht so schnell. Logisch, dass damit natürlich nicht so steile Steigungen überwunden werden können, wie im Sommer.<br />
<center><!--wpads#fahrtechnik--></center>
</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Tiefschnee:</strong> Tiefschnee wird oft mit großer Anstrengung verbunden. Die Laufräder müssen hier wesentlich mehr Widerstand überwinden um sich vorwärts zu bewegen. Ist der Schnee auch noch feucht, kann er zwischen den Speichen haften bleiben. Die zu bewegende rotierende Masse nimmt also zu. <em>Stellt Euch also kräftemäßig auf die Gegebenheiten ein</em> (kürzere Touren, Pausen machen, gezielt trainieren&#8230;).<br />
Tiefschnee verdeckt auch Unebenheiten im Gelände, die Euch unangenehm überraschen können. Sei es eine Wurzel, die das Vorderrad verblockt, oder Glatteis, das zum Wegrutschen führt. Fahrt also mit voller Konzentration, verkrampft aber nicht. Gebt dem Lenker Spielraum, sich seine Linie zu suchen, während Ihr mental und körperlich die Kraft bereitstellt, um blitzschnell zu reagieren, wenn er mal zu selbstständig suchen will. Das kann ein Gegenlenken sein, ein Anheben des Vorderrads oder eine Körperbewegung, um die Rutschbewegung des Bikes auszugleichen.<br />
<em>Die permanente Körperanspannung und Konzentration ist oft anstrengender als der erhöhte Kraftaufwand beim Treten.</em></p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Feste Schneedecke:</strong> Eine <em>ebene</em> festgefahrene Schneedecke lässt sich am angenehmsten Fahren. Rechnet aber immer mit einem Ausbrechen des Vorder- oder Hinterrads und seid dementsprechend auf eine notwendige Ausgleichsbewegung des Körpers vorbereitet. (z.B. Hüfte nach rechts Eindrehen, wenn das HR nach rechts bzw. das VR nach links ausbricht.) Die Ausgleichsbewegungen sollten immer aus dem ganzen Körper kommen und nicht ruckartig durchgeführt werden.<br />
<em>Unebener/holpriger</em> Schneeboden ist wesentlich kritischer. Verharrschte Fußabdrücke oder mit Schnee bedeckte Felstrails sind gefürchtete Vertreter. <a target="_blank" href="http://mtbtier.wordpress.com/2009/01/11/fahrtechnik-bei-frost/">Hier gilt ähnliches wie bei unebenem gefrorenen Waldboden:</a> <em>Am Besten auf anderen Untergrund ausweichen.</em> In Situationen mit überfrorener Schneedecke, kann man bedenkenlos auf Tiefschneepassagen ausweichen. Denn bei dieser Kälte liegt dort Pulverschnee. Das kostet wesentlich weniger Kraft als das permanente Ausgleichen des Bikes auf der harten Huckelpiste.
</p>
<p style="text-align:justify;">Ihr werdet im Schnee immer langsamer unterwegs sein als bei wärmerer Witterung. Die Kopf- und Körperarbeit, die Ihr währenddessen verrichten müsst, macht aber auch richtig Laune. Wenn Euch im Sommer eure Heimtrails zu langweilig geworden sind, dann probiert sie einfach mal bei Schnee aus.</p>
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		<title>Fahrtechnik bei Frost</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Jan 2009 10:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MTBTier</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Mountainbike]]></category>
		<category><![CDATA[MTB]]></category>
		<category><![CDATA[Schotter]]></category>
		<category><![CDATA[Single Trail]]></category>
		<category><![CDATA[Waldboden]]></category>
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		<description><![CDATA[Mehr Sicherheit auf dem Bike mit einem Fahrtechnik Kurs Und da ist auch schon der erste versprochene Beitrag zur Mountainbike-Fahrtechnik im Winter ohne Spikes. In diesem möchte ich Euch ein paar Tipps geben, die bei Minusgraden hilfreich sind, wenn keine geschlossene Schneedecke vorhanden ist. Allgemein: Bei Temperaturen unter Null werdet Ihr merken, dass Wald- und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p style="text-align:justify;"><a target="_blank" href="http://www.multicycle-tours.de/fahrtechnik/fortgeschrittene" target="blank">Mehr Sicherheit auf dem Bike mit einem Fahrtechnik Kurs</a><br />
Und da ist auch schon der erste versprochene Beitrag zur <strong>Mountainbike-Fahrtechnik im Winter ohne Spikes.</strong> In diesem möchte ich Euch ein paar Tipps geben, die bei Minusgraden hilfreich sind, wenn keine geschlossene Schneedecke vorhanden ist.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Allgemein:</strong> Bei Temperaturen unter Null werdet Ihr merken, dass Wald- und Schotterwege, die Euch im Sommer als sehr holprig vorkommen, im Winter wesentlich glatter erscheinen. Grund ist das Aufqellen des Bodens durch die Anomalie, des im Erdreich enthaltenen Wassers. Deshalb ragen Hindernisse (z.B. Wurzel, Steine etc.) nicht so weit heraus. Vorhandene Unebenheiten im Boden werden trotzdem härter an Bike und Fahrer weitergeleitet. Das kostet zusätzlich Kraft.<br />
<em>Eine etwas weichere Fahrwerkseinstellung oder 0,1 &#8211; 0,2 bar weniger Reifendruck können hier schon weiterhelfen.</em></p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Waldboden:</strong> Waldwege können sich sowohl sehr gut als auch sehr schlecht befahren lassen. Im Normalfall ergibt sich eine harte, regelmäßig strukturierte Oberfläche, die für einen fantastischen Grip sorgt. Unter diesen Gegebenheiten kann man bergauf und -ab sorgenfrei mit Vollgas fahren. Die Kontrolle des Bikes ist hier fast besser als auf trockenem Waldboden bei sommerlichen Temperaturen. Ihr könnt also unbeschwert lostreten.<br />
Anders ist es, wenn tiefe Furchen und Unebenheiten (z.B. von Forstfahrzeugen) eingefroren sind. Hier wird man einfach nur gnadenlos durchgeschüttelt. Ihr benötigt dann sehr viel Kraft für den Vortrieb. Bei Abfahrten mit höherem Tempo (ab 30 km/h) könnt Ihr dadurch schnell den Bodenkontakt und somit die Kontrolle über das Bike verlieren. Meidet als lieber solche Furchen.
</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Schotter:</strong> Solang sich keine überfrorenen Pfützen gebiltet haben, verhält sich das Bike auf Schotter wie bei Temperaturen über 0 °C.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Glatteis:</strong> Glatteis kann Euch in vielen Formen begegnen. <em>Prinzipiell gilt: Eis = Null Traktion.</em> Sollte es sich um gefrorene Püftzen handeln, kann man hier schonmal drüber rollen. Wichtig dabei ist, dass Ihr auf dem Eis keine Richtungswechsel durchführt oder tretet. Oft reichen schon kleine Impulse in die falsche Richtung aus, um komplett die Kontrolle über das Fahrrad zu verlieren. Lasst also das Bike am besten ohne eure Krafteinwirkung drüber rollen. Verlegt dabei euren Körperschwerpunkt etwas tiefer zwischen Sattel und Steuerrohr. Drückt dabei aber nicht mit eurem Gewicht auf Lenker oder Kurbeln, da das auch schon zum seitlichen Wegrutschen führen kann. Bereitet euch mental schon auf die Sturzsituation vor, damit ihr im Notfall schnell genug reagiert. Eisflächen werden erst kritisch, wenn sie mindestens so lang wie die halbe Bikelänge sind. <em>Sobald sich alle beiden Räder auf dem Eis befinden, könnt ihr nichts mehr tun. Lasst das Bike die Strecke suchen, unterstützt es mit Gewichtsverlagerung nur leicht in die von ihm gewählte Fahrtrichtung und bleibt vor allem locker. Sobald ein Rad wieder Grip hat, verlagert ihr ca. 60 % eures Gewichts auf dieses.</em><br />
Besonders bei Wegen an Bergen tritt oft Wasser aus dem Hang aus und sorgt für großflächig überfrorene Flächen. Kommt dann noch ein leichtes Seitengfälle des Wegs dazu, solltet ihr diesen Bereich umfahren. Da muss man dann auch mal ein paar gefrorene Furchen in Kauf nehmen.<br />
Glatteis lässt sich auf ebenen oder abschüssigen Passagen mit diesen Tipps einigermaßen gut überwinden. Bergauf ist spätestens dann Schluss, wenn das Hinterrad durchdreht.</p>
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