Test: Deuter Classic Bike

by MTBTier on 08.05.2009 · 2 comments

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Deuter Classic Bike rot-titan (Quelle: engelhorn.de)

Deuter Classic Bike rot-titan (Quelle: engelhorn.de)

Diesmal möchte ich Euch einen meiner treuesten Begleiter auf Fahrrad-Touren vorstellen. Ich meine das Rucksackmodell “Classic Bike” von Deuter. Ich besitze ihn seit April 2007 und habe ihn seitdem permanent als Sport- und Alltagsrucksack im Einsatz.

Mit 22 Litern Volumen, einem Leergewicht von 680 g und einer maximalen Packhöhe von 47 cm kann man von einem klassischen Tagesrucksack sprechen. Mit den Maßen 48 cm x 34 cm x 24 cm (H x B x T) ist er trotz der Verjüngung nach oben noch breit genug um 2 – 3 A4-Blöcke zu transportieren. Ein kleines Notebook (15″) und ein “Dubbel” (Das “Taschen”-Buch für Maschinenbauer) passen ebenso locker hinein. Als Farben stehen schwarz-titan und rot-titan zur Auswahl.
Die 39,95 EUR für das aktuelle Modell bewegen sich in einer ungewohnt niedrigen Preisregion (am Markennamen gemessen). Was bekommt man fürs Geld?

Ausstattung & Design:
Der Rucksack ist unterteilt in ein großes Hauptfach, eine mittelkleine Tasche (unten), und ein kleines Fach (oben) mit einem integrierten Haken für den Schlüssel/USB-Stick. Diese Fächer sind alle mit einem Reißverschluss verschlossen. Die zwei RVs des Haupfaches können mit einem Druckknopf aneinander fixiert werden. So ist ein selbstständiges Öffnen der Tasche bei etwas mehr Zuladung ausgeschlossen.
Im Hauptfach ist eine separat abgeteilte Einschubtasche. Über ihr befindet sich eine breite Klettverschluss-Schlaufe. Ursprünglich ist diese Konstruktion für Trinkblasen (nicht im Lieferumfang) von Deuter gedacht. Camelbaks passen auch hinein. Das Fach kann aber ebenso für A4-Blöcke oder Dokumente genutzt werden. Auf der Oberseite des Rucksacks befindet sich eine Öffnung zum Durchstecken des Trinkblasenschlauchs. Diese ist so gestaltet, dass bei Regen kein Wasser in das Hauptfach eindringt. Der Schlauch kann am rechten Träger in einen Kunststoffclip eingesteckt werden. Leider sitzt dieser sehr tief, so dass man seinen Kopf beim Biken weit nach unten beugen muss, um an das Getränk zu kommen.
An den Seiten des Rucksacks befinden sich zwei Netztaschen. Für den Sporteinsatz passen hier Müsliriegel, Wanderkarten oder Trinkflaschen hinein. Eigentlich alles, was man schnell mal gebrauchen kann, ohne gleich die ganze Tasche abzusetzen. Für durchschnittlich gelenkige und normal gebaute Menschen lassen sich Gegenstände relativ gut aus diesen Taschen entnehmen/in diese Taschen stecken ohne den Rucksack vom Rücken nehmen zu müssen. Im Alltag passt ebenso eine 1,5-Liter-Wasserflasche rein. Sie kann mit den diagonal an der Seite angebrachten Gurten zusätzlich fixiert werden.
Diese Spanngurte erfüllen ihre ursprünglich angedachte Funktion leider nur bei einem sehr vollgepackten Hauptfach. Ansonsten sammeln sich die Gegenstände alle mehr oder weniger koordiniert auf dem Boden des großen Abteils. Hier wären jeweils zwei horizontal angebrachte Gurte pro Seite besser gewesen.
Weitere Gimmicks sind die Befestigungsschlaufen auf der Rucksackoberseite, die den Helm eng an der Tasche halten, und die mitgelieferte Regenhülle (gelb). Sie befindet sich in einem extra RV-Fach an der Unterseite des Rucksacks und kann binnen weniger Sekunden über die Tasche gestülpt und befestigt werden.

Tragegefühl und Praxiserfahrungen:
Die beiden gepolsterten Träger und der schmale ungepolsterte Beckengurt lassen sich schnell an die gewünschte Passform anpassen. Dabei gefallen mir besonders die zwei verschiebbaren Plastikhäkchen am Beckengurt, in die man die überstehenden Endstücke einhängen kann. So baumelt nicht soviel Zeug um einen herum.
Die Träger sind fest mit dem Rucksack verbunden. Der Rucksack liegt mit 2 dick gepolsterten Mesh-Gewebe-Streifen auf dem Rücken auf. Diese sind leider auch fest an das Rückenteil angenäht. Die fehlende Durchlüftung führt dann schnell zu Schweißflecken am Rücken.
Was die Reinigung meines Equipments angeht, bin ich bekannter Weise sehr bequem. Deshalb musste dieser Rucksack auch schon ungefähr 10mal einen Waschgang bei 30 °C in der Waschmaschine aushalten. Das tut er. Die einzige Spur, die er davon getragen hat, ist das verblasste Deuter-Logo.

Mein Deuter Classic Bike mit Helm und 3,15 l Getränk

Mein Deuter Classic Bike mit Helm und 3,15 l Getränk

Fazit:
Das Design des Deuter Classic Bike ist sehr durchdacht. Für eine Tagestour reicht sein Packvolumen vollkommen aus. Die Vorbereitung für Trinksysteme (bei mir: 2-Liter-Camelbak) ist in dieser Preisklasse nicht üblich und war für mich das Hauptkriterium für den Kauf. Die integrierte Regenschutzhülle schützt den Tascheninhalt gut vor Schlamm und überraschenden Schauern. Einen starken Dauerregen wird sie jedoch nicht überstehen. Trotz der schlank geschnittenen Form des Rucksacks lassen sich Dinge für den alltäglichen Einsatz, die ein wenig größer als A4 sind, noch gut verstauen. Die Helmfixierung ist ebenso ein netter Zusatz, der bei Einkaufsfahrten in die Stadt für freie Hände sorgt.
Das Hauptfach hat ein überraschend großes Fassungsvermögen. Daraus folgt aber gleich die große Schwachstelle des Rucksacks: Nach ein paar Metern mit dem Fahrrad durch den Wald, sacken kleine Gegenstände auf den Boden und bilden ein unförmiges und teilweise störendes Chaos. Weiterhin muss man beim Rückenteil Abstriche machen. Hier äußert sich der günstige Preis in einer schlechten Durchlüftung. Durchgeschwitzte Trikots/T-Shirts lassen sich kaum vermeiden.
Der günstige Preis hilft jedoch sehr, über diese zwei Kritikpunkte hinwegzusehen.

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1 Ralph Mai 9, 2009 um 09:53

Ich habe 2 Deuter, den “Race Exp Air 12+3″ und den Transalp!
Und kann nur sagen das Sie spitze sind.
Für Tagestour und Race kann ich den “Exp Air” sehr empfehlen :-)
In der Waschmaschine waren sie auch schon mehrfach.
Schönes WE -Ralph-

2 Stadtelch Mai 9, 2009 um 21:36

Ich habe Deuter damals erst nicht richtig “gemocht”. Gab da doch einige Namen, welche bekannter waren. Aber nun weiß ich, dass die vom Preis/Leistungsverhältnis sehr gut sind. Wir haben bereits auch mehrere Exemplare von denen…

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