Test: Garmin Edge 705

by MTBTier on 21.08.2009 · 19 comments

in Test,Zubehör

Kaum zu glauben, dass meine neueste MTB Errungenschaft schon wieder über 300 Kilometer auf dem Buckel hat. Das Garmin Edge 705
befindet sich aber auch schon seit mehr als 4 Wochen in meinem Besitz.
Schon lange habe ich nach der eierlegenden Wollmilchsau unter den GPS Training Computern gesucht. Und immer wieder landete ich beim Garmin Edge 705. Aufgrund des stolzen Preises (zwischen 330 und 450 EUR) musste ich mich bis zur Anschaffung sehr in Geduld üben. Für diesen Testbericht wirft das Edge 705 allerdings ein großes Problem auf.

Der Funktionsumfang ist zu riesig! Ein einzelner Bericht wäre unerträglich lang und würde keinem Lesespaß bereiten. Deshalb werde ich diesen Test in mehrere Artikel staffeln – analog zum Suunto Trainings Equipment.
Dazu gehört unter anderem auch der Testbericht der angebotenen Garmin Software Lösungen für das Edge. Denn was nützt einem schon starke Elektronik ohne passende Software? Da im “MTBTier-Clan” noch ein Garmin eTrex Vista sein Unwesen treibt, dürft Ihr auch auf einen Vergleichstest zwischen Edge und Vista gespannt sein.
Für den Anfang wird aber erstmal nur das Garmin Edge 705 genau unter die Lupe genommen.

Verarbeitung
garmin_edge-705_buttons Auf den ersten Blick sieht der Edge Trainingscomputer ein bisschen zu schick für den harten Offroad Einsatz aus. Das griffig strukturierte schwarze Kunststoffgehäuse fasst sich gut an und vermittelt einen robusten Eindruck. Das Hochglanz-Display wirkt jedoch etwas anfällig für Kratzer. Noch sind auf meinem Gerät keine zu sehen. Die starken Umgebungsreflektionen auf dem Display beeinträchtigen die Ablesbarkeit bei grellem Tageslicht sehr. Nur mit annähernd maximaler Leuchtkraft der Display-Beleuchtung kann dieser Effekt beseitigt werden.
Alle Bedienelemente (Knöpfe, 5-Wege-Joystick, PC-Anschluss) liegen unter stabil wirkendem, aber dennoch weichen Kunststoffabdeckungen. Diese Konstruktion macht das Garmin Edge 705 wasserdicht nach dem internationalen Standard IPX7 (30 min in 1 m Wassertiefe dicht). Diese Eigenschaft durfte das Gerät auf seiner zweiten Ausfahrt bei mir gleich beweisen. Am Kärcher-Platz einer Tankstelle habe ich den Edge – aus Dummheit – nicht von der Vorbauhalterung ab bekommen. Also wurde es auch mit dem Kärcher gereinigt (angeschaltet). Natürlich habe ich vermieden, direkt auf das Gerät zu halten, aber ein paar kräftige Spritzer haben es dennoch getroffen. Dem Garmin Trainingscomputer war das allerdings ziemlich egal. Er funktioniert weiterhin sehr gut.
Ein dickes Minus in der Verarbeitung bekommt Garmin für den integrierten Akku. Dieser scheint ohne fachkundige Kenntnisse nicht austauschbar zu sein. Das ist sicherlich gut für die Wasserdichtheit, aber schlecht für eine langjährige, nachhaltige Nutzung des Gerätes. Hallo Wegwerfgesellschaft. :-(

Montage und Inbetriebnahme
Im Lieferumfang des Garmin Edge 705 sind zwei Halterungen enthalten. Jeweils eine für die Befestigung am Lenker oder Vorbau. Ich habe mich für die Vorbauvariante entschieden. Die Befestigung erfolgt mit Kabelbindern *stöhn*. Sagt was Ihr wollt, aber ich bin kein Freund von Kabelbindern für solche Fixierungen (s. auch Suunto Bike POD). Klar die Dinger sind leicht, passen sich an alle Rohrquerschnitte an und können ohne Werkzeug montiert werden. Man bekommt damit halt nur schwer einen festen Sitz der Halterung hin und kann die Kabelbinder nur in den seltensten Fällen zerstörungsfrei demontieren.
Die Inbetriebnahme des GPS Geräts beginnt simpel. Der Akku ist recht flott geladen und auch das Betriebssystem fährt nach dem Start schnell hoch. Erstaunlich ist hier das schnelle Auffinden der Satelliten. Binnen 60 Sekunden ist das Gerät einsatzbereit, sofern es sich außerhalb geschlossener Räume befindet. In der Dachwohnung meiner Freundin hatte sich das Gerät sogar auch schon mit über 10 Satelliten verbinden können. Wow!
garmin_edge-705_daten Will man dann sein Edge 705 auf seine Bedürfnisse konfigurieren, wird es haarig. Hier liegt auch einer der größten Kritikpunkte, den ich aus vielen Foren heraus lesen konnte:
Das Einstellungsmenü ist sehr unübersichtlich! Ich habe ca. 30 Minuten (ohne Handbuch) benötigt, um die Einheiten auf den guten (metrischen) Standard umzustellen. ;-) Wohlbemerkt bin ich kein Garmin-Neuling! Bei der Menüführung haben mir meine Erfahrungen allerdings sehr wenig genützt. Denn das unterscheidet sich stark vom Garmin eTrex Vista.
Absolut Top sind die vielfältigen Individualisierungsmöglichkeiten in der Konfiguration. Das beginnt bei den Pulsbereichen und endet bei der exakten Einstellung, wieviele und welche Daten man auf den einzelnen Info-Seiten angezeigt bekommen möchte.
Das Garmin Edge 705 gibt es zusätzlich auch mit einem Trittfrequenzmesser. Diesen brauche ich nicht. Deshalb habe ich mir die Mehrkosten gespart und kann dementsprechend auch keine Auskunft über Montage und Funktion dieser Baugruppe geben.

Bedienung im Training
Diese empfinde ich wiederum als äußerst intuitiv und simpel. Der Eindruck kann natürlich auch von meiner Vorbelastung durch andere Garmin Geräte verfälscht sein.
Es gibt 3 Trainingsseiten: Die Kartenansicht, das Höhenprofil und die Trainingsdaten. Diese kann man während der Fahrt mit dem “Mode”-Knopf durchwählen. Die Aufzeichnung wird mit dem “Start/Stop”-Button begonnen/beendet. Das Training wird mit dem “Laps”-Button in Runden unterteilt. Die einzelnen Seiten bieten noch Sonderfunktionen (Rundendaten, Zoom, Karte verschieben, Höhenprofil skalieren), die mit dem 5-Wege-Joystick und den Zoom-Knöpfen am rechten Rand gesteuert werden. Die Display-Beleuchtung kann in 3 Stufen (aus, frei wählbare Helligkeit, Maximum) über den Ein/Aus-Schalter gewählt werden.
Alle Knöpfe lassen sich auch mit Handschuhen einzeln bedienen. Allerdings ist der Druckwiderstand sehr hoch. Bedenkt man die nur halbwegs mit Kabelbindern befestigte Halterung, muss man das Gerät also beim Bedienen immer mit dem Rest der Hand gegenhalten. Damit ist die Bedienung im schweren Gelände schonmal ausgeschlossen. Aber wer schaut da schon auf das Höhenprofil. ;-)

Satellitenempfang und Genauigkeit
Wie anfangs erwähnt, kann das Garmin Edge 705 binnen 60 Sekunden seine Position an der frischen Luft bestimmen. Die Genauigkeit hängt dabei natürlich auch von der Umgebung und der Bedeckung des Himmels ab. In den 4 Testwochen konnte es in der einen Minute mindestens 5 Satelliten als Referenz erhalten. Das reicht vollkommen aus für zuverlässige Genauigkeiten im 2D-Bereich. Bezüglich der 3D-Genauigkeit (inkl. Höhe) werde ich gleich ausführlicher.
Die normale ebene Navigation empfand ich als sehr genau. Selbst in Wäldern und Tälern lag die GPS-Genauigkeit bei unter 10 Metern. die maximale Genauigkeit gibt das Gerät mit 3 bis 5 Metern an. Hierfür gibt’s ein dickes Plus!
Dahin gegen sind die Höhenangaben so eine Sache. Oft besticht das Gerät durch sagenhafte Genauigkeit. Als Beispiel nehme ich mal meine Haustür. Die liegt ca. 400 m. ü. N.N. Das Edge 705 zeigt hier regelmäßig um 398 m an.
Dann wäre da aber noch eine Tour in den Harburger Bergen bei bedecktem Himmel und Regenschauern (niedriger Luftdruck). Hier waren die Berge plötzlich an die 450 Meter hoch. Und das nur wenige Kilometer Luftlinie von der Elbe-Mündung entfernt?! Wusste gar nicht, dass Hamburg Canyons hat. :lol:
Ich vermute, dass das Edge – ähnlich anderer Garmin-Geräte – einen barometrischen Höhenmesser hat, der mit GPS abgeglichen wird. Wenn also bei schlechter Witterung nicht mehr als 3 Satelliten gefunden werden, wird die Höhe rein barometrisch bestimmt. Bei niedrigem Luftdruck wird dann natürlich vom Gerät eine größere Höhe angenommen. Klingt plausibel, aber leider gibt es dazu keine offiziellen Infos im Netz zu finden.
Bezüglich der gesamt ermittelten Höhenmeter wirken die Werte des Garmin Edge 705 immer sehr plausibel. Das ändert sich jedoch schlagartig mit dem Export auf den PC. Sowohl SportTracks als auch das Garmin Training Center geben dann wesentlich mehr Höhenmeter aus. Jede Software hat da Ihre eigenen Algorithmen zur Addition des Anstiegs, aber warum gibt es da sogar bei Lösungen von ein und dem selben Hersteller Unterschiede? Minus!

Die Herzfrequenz
Das Kapitel beginne ich mit einem Minus! Garmin wirbt mit ANT-kompatibler Funkübermittlung der Daten des Brustgurts. “ANT!”, dachte ich mir. “Kompatibel!”, freute ich mich! Mir schwebte vor, meinen sehr bequemen Suunto-Gurt zu tragen und diesen dann gleichzeitig mit der Suunto T3 und dem Garmin Edge 705 zu koppeln. Nix da! Garmin scheint unter dem Begriff kompatibel so ziemlich das Gegenteil von dem zu verstehen, was landläufig davon erwartet wird. Also entweder Suunto-Uhr oder Garmin-Trainingscomputer.
Die Entscheidung fiel dann aber dennoch auf den Brustgurt von Garmin. Denn das Edge 705 ermittelt nicht nur Durchschnitts- und Maximalwerte, sondern zeichnet den kompletten Pulsverlauf während des Trainings auf. Bezüglich der Genauigkeit zweifele ich nicht an Garmin. Diese Messmethode ist mittlerweile so alt, dass sie auch von dieser Firma beherrscht werden sollte.
Leider ist der Garmin-Gurt so ein typisches Kunststoffmonster, wie alte Gurte von Polar und Suunto es waren. Der Tragekomfort geht in Ordnung, aber ich trauere dem Suunto Comfort Belt nach. garmin_edge-705_gurt

Bei der Ermittlung des Kalorienverbrauchs gibt sich das Edge 705 geiziger als die Konkurrenz von Suunto. Das bedeutet für mich aber auch, dass die Werte wesentlich glaubwürdiger erscheinen. Alteregoamstock berichtete hier einmal von Ihrem Garmin Forerunner. Dieser sollte angeblich nur einen Kalorienverbrauch ermitteln, wenn eine Geschwindigkeit gemessen wird. Diesen Eindruck hatte ich anfangs beim Edge 705 auch. Allerdings ist das eine Frage der Konfiguration. Aktiviert man die Funktion Autopause bei Stillstand, ist klar, dass kein Verbrauch im Stand gemessen wird, auch wenn das Herz’l noch recht schnell schlägt. Deaktiviert man die Funktion bekommt man zwar den vollen Verbrauch, kann aber wiederum seine Stillstandszeiten nicht dokumentieren. Hier sollte jeder nach seinem Geschmack entscheiden.

Karte und Navigation
garmin_edge-705_karte Die standardmäßig ausgelieferte Karte ist eine rudimentäre Anzeige von größeren Orten, Bundesstraßen und Autobahnen. Damit kann man als Outdoor-Sportler nicht viel anfangen. Topografische Karten von Garmin sind sehr teuer. Im MTBTier-Clan existiert jedoch schon einmal die Topo-Deutschland-Karte. Also habe ich diese mal aufgespielt.
Zusätzlich habe ich im Netz von einem Edge-705-Besitzer gelesen, dass die Kartenanzeige im Edge sehr langsam aktualisiert. Das kann ich so nicht bestätigen. Auf höchster Detailstufe braucht das Gerät natürlich mal ein Sekündchen, um die ganzen vektoriellen Linien (Straßen, Höhenlinien, etc.) aufzubauen, aber so selten, wie man da bei voller Fahrt drauf schaut, stört das eigentlich nicht. Viel störender empfinde ich die Anzeige von Ortsnamen. Von diesen wird oft nur der Anfangsbuchstabe abgebildet. Stattdessen werden Namen von noch so kleinen Bächen ausgeschrieben. In unbekanntem Terrain irritiert das wirklich sehr. :-(

Das Garmin Edge bietet auch verschiedene Navigationsfunktionen an. Die habe ich leider noch nicht ausprobiert. Wenn es so weit ist, werdet Ihr den Artikel auf Trails & Bikes finden.
Ebenso erwartet Euch ja auch noch der Vergleichstest zwischen Garmin eTrex Vista und Edge 705 und der Test der Garmin-Software für das Edge. Beide Artikel werden nochmal sehr umfangreich. Soviel sei schon mal verraten.

Weitere Praxiserfahrungen
An den Akku geht ein ganz dickes Lob. Die 16 h Betriebszeit laut Herstellerangabe sind nicht gelogen. Man kann mit einer Akkuladung locker 6 bis 7 2-Stunden-Touren fahren.
Im Vergleich zu herkömmlichen Fahrrad-Computern ist der Garmin Edge 705 mit seinen gut 110 g Gewicht natürlich recht schwer. Mit der Montage am Vorbau ist mir jedoch nicht aufgefallen, dass sich das störend aufs Handling auswirkt.

Fazit
Man liest immer wieder kritische Stimmen über das Garmin Edge 705. Das ist verständlich. Denn für durchschnittlich 350 EUR Anschaffungskosten erwartet man auch etwas vollkommen Ausgereiftes. Die Kritiken haben mich dennoch nicht vom Kauf abgehalten, aber schonmal auf einige Schwächen vorbereitet.
Nichts zu meckern gibt es an den GPS-Funktionen. Das ist nun mal die Expertise von Garmin und das beweisen sie auch mit dem Edge 705. Die Höhenangaben zeigen – abhängig von den Umgebungsbedingungen – keine bis sehr große Abweichungen. Das ist schade. Aber die Höhenmessung ist nun mal nicht ganz so trivial wie in der Theorie.
Bei der Bedienung kann man als Garmin-Neuling schonmal verzweifeln, ein Blick ins Manual hilft. Während der Fahrt überraschte mich das Edge dann aber doch mit relativ intuitiver Steuerung. Allerdings könnten sich die Bedienelemente ruhig etwas leichtgängiger handhaben lassen.
Nicht überzeugt hat mich die Kabelbinder-Montage. Ebenso stört mich die Inkompatibilität der Funkübertragung. Hier sind die Firmen mal wieder zu eitel, eine Schnittstelle zu anderen Herstellern zu bieten. Wenn der Brustgurt von Garmin wenigstens annähernd so bequem wie der von Suunto wäre, würde ich diesem Mangel keine Träne nachweinen. Für den Anschaffungspreis hätte ich auf jeden Fall etwas mehr Komfort am Körper erwartet.
Ebenso übel stößt die Preispolitik beim Kartenmaterial auf. Aber: Es gibt kompatible OpenSource-Lösungen. Die werde ich Euch noch vorstellen.

Das Garmin Edge 705 ist also kein perfekter Alleskönner (Gibt es sowas überhaupt?). Es kann jedoch sehr viel und das größtenteils überzeugend. Mir gefällt besonders, dass ich nur noch dieses Gerät und einen Brustgurt zum Trainieren benötige. Anlegen, ans Rad clippen und los geht’s. Keine rotierenden Magneten, keine Drehzahlnehmer am Gabelrohr, die von Ästen abgerissen werden können usw. usf.

Mein Tipp an Euch: In Anbetracht der hohen Kosten will ich keine explizite Kaufempfehlung geben. Überlegt Euch über lange Zeit, ob Ihr für Euer Training und die Auswertung folgende Kriterien erfüllt wissen möchtet:

  • GPS-Aufzeichnung von Strecken
  • Navigation auf vorgefertigten Routen
  • Ausgabe von Verläufen(!) der Geschwindigkeit, Höhe, des Pulses etc. für umfangreiche statistische Auswertungen
  • Kombination von Geschwindigkeits-, Puls- und Höhenmessung in einem Gerät an Stelle von genaueren Einzelmesssystemen

Sollten diese Anforderungen auf Eure Interessen passen, dann ist das Edge 705 durchaus eine ernstzunehmende Option.

Mein Urteil:

Funktion (35%)
Verarbeitung (25%)
Bedienung (25%)
Preis (15%)

Test: Garmin Edge 705, 4.8 out of 5 based on 5 ratings

{ 17 comments… read them below or add one }

1 Ralph August 21, 2009 at 19:34

Ich werde wohl meinen ROX 9.0 behalten!! Allein wegen der fast Überall ganz genauen Höhenmeterangaben :-) Obwohl nur barometrisch!

2 MTBTier August 21, 2009 at 21:21

Würde mich mal interessieren, wie der Sigma ROX 9.0 die absolute Höhe referenziert. Immerhin ermittelt er die ja nur über eine variable Größe (Luftdruck). Kann man dzu vorm Start die korrekte Höhe eingeben, sofern sie bekannt ist?

3 Ralph August 22, 2009 at 06:46

Stimmt!! Am Startort gebe ich die korrekte Höhe ein!!!

4 Maddin August 22, 2009 at 09:54

Erstmal schonmal 5 Sterne von mir fürden ersten Teil dieses ausführlichen Tests. Es ist mal wieder nicht erstaunlich, das sich auch bei den hochpreisigen Geräten ein paar Haken finden lassen. On es nun Disc Brakes sind, die erst modifiziert werden müssen, das sie nicht quietschen oder Navis, die mit Kabelbindern befestigt werden. Der Gurt ähnelt übrigens sehr stark dem von Medion. Mit der Höhenanzeige ist das immer so´ne Sache. Die kumulierten hm stimmen bei mir ziemlich genau (Sigma), die absoluten sind allerdings nicht verlässlich. Wir haben letztes WE in der Schweiz an einer Alm die aktuelle Höhe eingegeben und 300hm weiter hatten wir schon wieder 30m Unterschied.
Trotzdem, ein sehr informativer Test und ich freu mich auf die nächsten Teile.

5 MTBTier August 22, 2009 at 10:21

@Ralph: So’ne manuelle Korrekturmöglichkeit vermisse ich echt am Garmin. Wovor man bei barometrischer Höhemessung nie sicher ist, sind Wetterumbrüche wie sie oft im Hochgebirge vorkommen. Wenn sich da binnen 30 min der Luftdruck schlagartig ändert kann man die kumulierten Höhenmeter leider auch in die Tonne treten. Im Verlauf erkennt man sowas an extremen Peaks nach oben oder unten.

@Maddin: Danke für die Bewertung! :-D Man darf eben auch beim Edge 705 nicht vergessen, dass es trotz seines stolzen Preises nur ein Messgerät für den Freizeiteinsatz ist. Möchte nicht wissen, was man für genaue Satellitenmessgeräte hinlegt, die in der Geodäsie zum Einsatz kommen. Wahrscheinlich einen Pkw der unteren Mittelklasse. ;-)

6 Ralph August 22, 2009 at 11:38

In Braunlage beim Marathon sind pro Runde 500hm angegeben!!
Der Sigma hat 1508hm nach 3 Runden und Gewitter angezeigt :-)
Die genauigkeit wundert mich auch!!
Aber wegen der GPS-Sachen würde ich mir schon gerne den EDGE zulegen.
Ach, mal schauen :-)

7 MTBTier August 22, 2009 at 18:29

Also die Höhengenauigkeit des ROX 9.0 finde ich wahnsinnig beeindruckend.

@Ralph: Wenn Du darauf verzichten kannst, andere trainingsrelevante Daten (z.B. Puls) mit dem GPS-Gerät aufzuzeichnen, gibt es auch ähnlich genaue und preiswertere Modelle von Garmin. Ich kenn mich mit dem Funktionsumfang nicht genau aus, aber das Garmin Edge 605 ist schonmal um Einiges preiswerter. Diro hat – soweit ich weiß – ein Edge 305 (nochmal billiger). Das hat halt keine Kartenfunktion. Aber ich habe mittlerweile gelernt, keinem Kartenmaterial zu vertrauen. ;-)
Allerdings habe ich auch schon gelesen, dass der GPS-Empfänger des Edge 705 hinsichtlich der Ansprüche von Mountainbikern noch etwas genauer ist… vor allem im Wald und in engen Tälern.
Irgendwann war mir dann die Suche nach preiswerteren Kompromissen zu blöd und ich hab das getan, was ich in solchen Situationen immer tue: Das Top-Modell kaufen. ;-)

Warte mit Deiner Anschaffung am Besten noch bis zum Vergleichstest Vista vs. Edge. Da hast Du dann mal einen Überblick über 2 GPS-Geräte für unterschiedliche Einsatzzwecke vom gleichen Hersteller.

8 Gerd August 23, 2009 at 19:38

Ich kenne ja den 305er zur genüge und nutze Ihn schon über 8.000 Kilometer. Was mich am 705er reizt ist die Kartendarstellung. Deshalb werde ich wohl noch auf deinen Bericht mit den OpenSource Karten warten.
Was die barometrische Höhenmessung betrifft, kann ich nur sagen sie ist relativ genau. Wenn er mal durch die 3D-Satelittenbestimmungen einen exakten Höhenpunkt hat, passen die Daten eigentlich ganz ordentlich. Kein Vergleich zu den völlig falschen Werten bei 405er, der ohne barometrische Messung arbeitet.
Ich bin bisher mit meinem Edge hochzufrieden.
Und der 705er muss bestimmt irgendwann auch mal in meine Sammlung! ;-)

9 MTBTier August 23, 2009 at 20:10

Ahhhh… so funktioniert das mit der Höhenbestimmung! Das Edge ermittelt sozusagen nur am Anfang einen Höhenpunkt per GPS und misst dann barometrisch weiter? Oder macht es diesen Abgleich öfter?

10 Ralph August 24, 2009 at 07:09

Interessiert mich auch :-)

11 Gerd August 24, 2009 at 19:35

Gute Frage! Nächste Frage?
Ich habe keine Ahnung. Aber meine Höhenangaben in sich, was den An- und Abstieg betreffen sind ziemlich genau. Was die Ursprungshöhe auf NN betrifft habe ich das noch nie so richtig beobachtet. Mir war eigentlich immer Wurscht in welcher Höhe ich gestartet bin. Mich hat eigentlich der reine Anstieg interessiert. Mir ist nur aufgefallen, dass die Starthöhe bei mir zu Hause, eigentlich ganz gut hinkommt!

12 BBBaschtl September 10, 2009 at 22:32

Tip: Die ursprünglich zweiteilige Halterung des Edge 705 soll nach einigen Brüchen und darausfolgendem Totalverlust des Geräts überarbeitet worden und nun einteilig sein. Ich habe noch die zweiteilige und sichere den Edge deshalb mit zwei zusätzlichen Kabelbindern über Gerät und Vorbau.

13 MTBTier September 10, 2009 at 23:22

Danke für den Hinweis. Wusste noch nicht, dass die Halterungen mal anders designed waren. Bei meinem Edge waren schon die Einteiligen dabei. Leider verrutscht die Vorbauhalterung aufgrund der Kabelbinderfixierung.

14 darryl June 3, 2010 at 07:44

This amazing bike computer is the nuts regarding off road. I cannot imagine something more beneficial as the topo routes produce every detail in complete color concerning the places I am, just how I got there and also where I’m heading. Download it to Google Earth and you’ll save all your preferred rides on your personal computer to access later. The Edge 705 is awesome.

15 Bergziege June 20, 2010 at 12:59

Hi,

ich habe das Gerät seit ein paar Tagen und noch keine Zeit gehabt, es in der Praxis zu testen (spiele nur indoor ein bisschen rum ;-) ). Mal eine Anfängerfrage: zeigt das Gerät während der Fahrt die jeweils aktuelle Steigung an? (denn das kann ja jeder halbwegs vernünftige Rad-Computer, so z.B. auch mein VDO MC 1.0).

Danke für Antwort & schöne Grüsse!

16 MTBTier June 20, 2010 at 15:28

@Bergziege:
Ja, Du kannst Dir die aktuelle Steigung/das aktuelle Gefälle anzeigen lassen. Dazu musst Du Dir ein Datenfeld in einer Deinen Fahrradcomputer-Ansichten entsprechend konfigurieren. Das funktioniert wie folgt:
1. Wechsle mit einem Druck auf die Taste menu ins Menü des Garmin Edge.
2. Gehe dort auf den Punkt Einstellungen und anschließend auf den Unterpunkt Datenfelder.
3. Wähle nun die Seite aus, auf der Du den Messwert im normalen Betriebsmodus angezeigt haben möchtest (Fahrradcomputer 1, Fahrradcomputer 2, Karte usw.)
4. Nachdem Du die Anzahl der angezeigten Datenfelder ausgewählt hast, wählst Du mit dem Joystick das gewünschte Feld für den Anstieg aus. Es öffnet sich eine Anzeige, mit allen verfügbaren Messwerten. Hier wählst Du einfach den Punkt Neigung aus. Fertig.

Auf diese Weise kannst Du Dir auch die restlichen Felder nach Deinen Wünschen belegen und so Deine Anzeige vollständig individualisieren. Dafür solltest Du ein bissl Zeit mitbringen. ;-)

17 Bergziege June 20, 2010 at 15:53

Hi,

vielen Dank für die rasche Anwort! Dass man bei dem Gerät “viel” konfigurieren kann habe ich schon entdeckt, die Anzahl der Felder kannte ich schon… aber dass man die Felder auch noch verändern kann wusst ich noch nicht. Wäre ich sicher draufgekommen… irgendwann. ;-)

Schöne Grüsse!

Leave a Comment

{ 2 trackbacks }

Previous post:

Next post: