Vorstellung: Topeak Mini 18+

by MTBTier on 08.01.2009 · 2 comments

in Test,Zubehör

Meine erste kleine Großbestellung bei einem namhaften Outdoor-Handel im neuen Jahr ist geliefert worden. Mit dabei war das Kompaktwerkzeug Topeak Mini 18+ für EUR 25,95.
Auf dem Markt gibt es eine riesige Auswahl an Minitools in Preislagen ab EUR 5,-. Und häufig reichen auch die 6 Standard-Inbusschlüssel aus. Warum kaufe ich mir dann ein mehr als 5mal so teueres Werkzeug mit folgenden Funktionen?

  • Innensechskant: 2/2-L/2,5/3/4(je 2)/5/6/8/10 mm
  • Vielzahnschlüssel: T25
  • Speichenschlüssel: 15g/14g
  • Kettennieter
  • Reifenheber
  • Schraubendreher
  • Flaschenöffner

Abgesehen vom Flaschenöffner ;) werden bei einer Tour mit einem gut gewarteten Bike kaum mehr als die Inbus- und Kreuzschlitzschlüssel benötigt. Und selbst diese verwendet man höchstens einmal für Feinjustierungen am Sattel oder dem Schaltwerk.
In meiner gesamten Lebensgeschichte wurde ich allerdings schon viel zu oft von Murphy’s Law überrumpelt. Aus diesem Grund würde ich am liebsten auf jede Tour über 40 km ein ganzes Service-Team mitnehmen. Da das aber mein Budget übersteigt, erschien mir die Anschaffung dieses Spielzeugs ökonomisch sinnvoller. ;)

Für einen Test fehlen hier noch meine Erfahrungen im Praxiseinsatz. Dafür kann ich aber schonmal auf den ersten Eindruck eingehen:

Topeak Mini 18+ (Foto: MTBTier)

Topeak Mini 18+ (Foto: MTBTier)

Verarbeitung: Wow! Das Gehäuse ist aus geschmiedetem Aluminium. Die aktiv im Eingriff befindlichen Werkzeugelemente sind aus einem Chrom-Vanadium-Stahl. Alles wirkt in Sachen Steifigkeit gut dimensioniert. Grate oder andere Verarbeitungsmängel sucht man vergeblich. Da lacht das Maschinenbauer-/Umformtechnikerherz.

Bedienung: Das Herausklappen der einzelnen Werkzeuge ging anfangs recht schwer. Durch minimales Lösen der Befestigungsschrauben konnte ich aber einen guten Kompromiss aus Leichtgängigkeit und Positionsstabilität im Einsatz herstellen. Die Klappwerkzeuge lassen sich intuitiv bedienen. Für die  Verwendung des Kettennieters musste ich aber sicherheitshalber das Handbuch heranziehen. Ein Blick in das beigelegte Anleitungsfaltblatt lohnt sich, um auch wirklich alle Funktionen zu erkennen. Trotz der geringen Größe liegt es gut in der Hand.

Gewicht und Maße: Mit 182 g (Herstellerangaben) ist es kein Leichtgewicht. Wiegt aber wesentlich weniger als ein zusätzlicher Mechaniker und kann fast genauso viel. ;) Zusammengefaltet und in der beigelegten Tasche eingepackt ist es sehr klein. Und ich meine damit richtig klein (82 x 43 x 20 mm l/b/h).

Schöne Details: Im herausnehmbaren Kettennieter ist ein zusätzlicher 4er-Inbus enthalten, mit dem man die Klemmschrauben des Werkzeugs öffnen kann. Man benötigt also kein Zusatzwerkzeug, um das Mini 18+ zu zerlegen.
Mit dem integrierten Flaschenöffner zeigt Topeak, dass es auch für sie mehr als nur Rad fahren gibt. Sehr gut!

Kritikpunkte: Der Reifenheber aus Aluminium ist zwar nett gemeint, aber was soll man mit nur einem. Für einen schnellen, effektiven Schlauchwechsel sind eigentlich zwei ein Muss. Wenn man also sowieso einen extra Satz Reifenheber mitnehmen muss, hätten sie sich den auch sparen können.

Soviel erstmal dazu. Ein fundierter Testbericht kommt, sobald ich dieses Gerät wirklich mal intensiv im Einsatz hatte. Wollen wir hoffen, dass das noch lange dauert. ;)

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1 Gerd Januar 8, 2009 um 22:29

Ich habe den Gleichen.
Bisher einmal im Einsatz. Außer bei kleineren Feststell- und Justierungsarbeiten.
Die Qualität ist gut und (fast) alles dran was man braucht.
Du brauchst im Notfall sowieso immer das was nicht dran ist! :lol:

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