Euch wird nicht entgangen sein, dass ich derzeit mein Glück mit dem NoTubes Schlauchlos-System in normalen – für Schläuche vorgesehenen – Laufrädern versuche. Auf einer sehr kurzen Samstagsrunde über Asphalt (15 km, 45 min) konnten mich schon 50% der NoTubes Räder überzeugen. Das Vorderrad musste leider vor der Tour ersetzt werden, weil es während der Stillstandszeiten zuviel Latexmilch verloren hatte und nicht mehr abdichtete. Nun möchte ich von Euch wissen, wie Ihr bevorzugt die Luft in Euren Reifen transportiert. Also lautet meine Umfrage bis Ende 2009:
Fahrt Ihr mit Schlauch oder schlauchlos?
Natürlich wird in diesem Artikel auch die vergangene Umfrage für Euch ausgewertet. Ich wollte von Euch wissen, wie Ihr Eure Getränke auf Touren transportiert. Das Resultat sieht so aus:
Insgesamt haben 41 Leser an der Umfrage teilgenommen. Es wurden allerdings 43 Stimmen abgegeben. Das lag wohl an einem kleinen Bug in der Anfangsphase der Umfrage, der eine wiederholte Stimmabgabe ermöglichte. Die Teilnehmerzahl hat sich seit der Juli-August-Umfrage wieder ein bisschen gesteigert. Darüber freue ich mich natürlich immer.
Das Ergebnis fällt diesmal recht sehr eindeutig aus. 49% der abgegebenen Stimmen bevorzugen die klassische Verwendung eines Flaschenhalters am Rahmen. 33% (14 Stimmen) verwenden einen Camelbak. Mit 8 Stimmen – also 19% – schlägt der Anteil der Fahrradfahrer zu Buche, der von Fall zu Fall entscheidet. Zu diesem Teil zähle ich mich auch. In den Trikot-Taschen möchte scheinbar keiner seine Trinkflasche transportieren. Das ist auch ziemlich unbequem. Ich hab’s schon ausprobiert. Außerdem sind viele Trikot-Taschen nicht tief genug gestaltet, so dass man auf Trails permanent die Flasche verliert.
Der Vorsprung der Flaschenhalter-Fraktion lässt sich in meinen Augen mit der aufwendigen Reinigung von Camelbaks oder ähnlichen Rucksack-Trinksystemen (z.B. von Deuter) begründen. Viele Biker versuchen auch, so wenig wie möglich Masse am Körper zu transportieren. Da stören 2 bis 3 Liter Wasser auf dem Rücken schon mächtig.
Allerdings haben Camelbaks den Vorteil, dass man während der Fahrt trinken kann, ohne eine Hand für längere Zeit vom Lenker nehmen zu müssen. Das macht solche Trinksysteme natürlich sehr interessant für den Offroad-Fahrrad-Sport. Mir persönlich ist es auch wichtig, dass während der Fahrt nichts am Bike klappert oder abfallen kann. Deshalb verzichte ich auf den Flaschenhalter. Für kurze Spontantouren (bis 30 km) fehlt mir oft die Muse, den Camelbak vorzubereiten und im Anschluss zu reinigen. Dann kommt eben eine 0,4- bzw. 0,7-Liter-Flasche im Rucksack mit.
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{ 6 comments… read them below or add one }
Mit Schlauch. Habe einen Ersatzschlauch im “Dreieck” (Rahmenecke) dabei.
Aber eigentlich sind es ja dann drei Schläuche die mich begleiten
1 x vorne, 1 x hinten und 1 x im “Dreieck”
Naja, weiß ja eh jeder das ich “UST mit Milch” bevorzuge und komplett von überzeugt bin
Es geht halt nix über die gute, alte Pulle!!
Ich habe zwar so eine Trinkblase, aber benutzen??? Eigentlich nie! Im Rennen nervts und überhaupt kann ich diese Nuckelei nicht leiden
Und bei mir klappert kein Halter
Ich fahre mit Schlauch.
Hab zwar noch keine schlauchlosen Erfahrungen sammeln können, aber ich denke im Fall einer Panne ist man halt mit der Tubeless Variante hilfloser.
Täusche ich mich?
Allgemein: Ich freue mich immer über Eure Kommentare unter den Artikeln. Vergesst aber bitte nicht, das Zutreffende auch in der Umfrage (Sidebar) anzuklicken. Danke.
@Lutz: Vorbildlich. Übrigens sollte man als Tubeless-Fahrer auch immer einen Schlauch dabei haben. Kann ja mal was passieren.
@Ralph: Stimmt schon. Der Eigengeschmack des PVC-Sacks ist nicht gerade das, was man so als lecker kennt. Was den klappernden Halter angeht, schiebe ich es bei mir mal auf die Verwendung von Sigg-Flaschen. (Weißt schon: Custom, Style und so…
)
@Jack: Prinzipiell kann man sich mit einem Ersatzschlauch bei Tubeless-Pannen ganz gut weiterhelfen. Einfach das Ventil aus der Felge schrauben und dafür dann den Schlauch einziehen. Eine Panne tritt bei schlauchlosen Laufrädern natürlich auch erst auf, wenn der Reifenmantel den Geist aufgibt. Der häufigste Schaden im Gelände (Snakebite oder Durchschlag) ist ein schlauchspezifisches Problem und tut dem Mantel in den meisten Fällen nichts. Diese Pannenursache kann man schlauchlos also ganz gut eliminieren. Mit Verwendung von Latexmilch erhält man bei Tubeless-Systemen auch noch gute Notlaufeigenschaften, weil das Fluid kleine Löcher im Mantel abdichten kann.
Vom Gewicht her ist es allerdings fast egal, ob man mit Schlauch oder ohne fährt.
Bei einem “etwas” größerem Riss, klebe ich ihn einfach mit einem Spezialkleber von “Hutchinson”!! Danach warte ich 1-2 Minuten, Luft drauf und weiter gehts. Ansonsten, Schlauch rein!
ps. ich habe erst gevotet und dann geschrieben
Hi Andreas.
Ich fahre mit Schlauch und habe auch immer einen Ersatzschlauch im Rucksack dabei. Gerade am Sonntag konnte ich dabei einem Freund aushelfen, als dem hinten auf einmal die Luft ausging.
Gruss: Chregu