Der allmorgendliche Blick durch die Jalousie-Lamellen versprach nichts Gutes: bedeckter Himmel, starker Wind und feuchte Straßen.
Also packte ich mal wieder die Schwimmsachen zusammen und begab mich ins Plauener Stadtbad. Für meine Verhältnisse war ich zeitig dort. Dementsprechend einfach war es, eine Bahn zu okkupieren:
Strecke | 2.500 m (10, 80, 10 Bahnen à 25 m)
Dauer | 66 min
ØHF | ca. 145 bpm
max. HF | k.A.
Verbrauch | 594 kcal (laut SportTracks 2.1)
Nachmittags zeigte sich dann plötzlich blauer Himmel und die Temperaturen kletterten auf 8 °C. Sowas kann man sich nicht entgehen lassen, zumal für Ende der Woche bei uns schon wieder der Wintereinbruch vorhergesagt wird.
Anfangs hatte ich nur eine schnöde Ausdauertour auf Asphalt über Zwoschwitz, Schneckengrün, Leubnitz etc. geplant. Bei Kilometer 17 (hinter Mehlteuer) konnte ich mich aber nicht mehr zurückhalten und bog in eine der vielen Waldautobahnen im Plauener Umland ein. Diese zeichnete sich durch eine konstant leichte Steigung, lehmartige festgefahrene Erde und einer dünnen Schicht aus feinem Schotter aus. Herrlich! Da gibt’s nur Kette rechts und mit über 30 km/h losziehen.
Ab diesem Punkt habe ich die Schotter-/Waldwege bis zum Ziel nicht mehr verlassen. Der Durchschnittsgeschwindigkeit hat es gut getan. Denn für solchen Untergrund sind der Nobby Nic (vorn) und der Racing Ralph (hinten… Nein, nicht der Blog-Ralph!) wie geschaffen.
Das Ende vom Lied war ein glücklicher Fahrer mit einem schmutzigen Mountainbike (das sah aber auch glücklich aus).
Die DigiCam war übrigens Heute mit auf Tour. Ich hatte bloß keine Lust zwischendurch wegen Fotos anzuhalten.
Strecke | 28,7 km
Dauer | 72 min
Höhe | ca. 445 Hm
ØHF | 156 bpm
max. HF | 185 bpm
Verbrauch | 912 kcal
Es nervt bloß, dass ich das Bike nun schon wieder putzen muss. Oder vielleicht kauf ich mir einfach ein sauberes.
Ein interessantes Phänomen zeigte mal wieder ein Latex-Schlauch von Michelin. Auf der letzten Tour hatte der Hintere schleichend Luft verloren (2,6 -> 1,2 bar). Danach hatte ich ihn wieder aufgepumpt. Heute war noch die ganze Luft drin und auch während der Tour war kein Verlust festzustellen.
Es war also mal wieder ein schöner Tag… erst im Wasser, dann im Schlamm baden. An der Reihenfolge sollte man vielleicht noch arbeiten.
| Tweet | ![]() |








{ 9 comments… read them below or add one }
Ja die Racing Ralph, die sind schon klasse
so long
Nur in der Stadt sind die Racing Ralphs etwas anfällig was Platten angeht, alle meine anderen Fahrräder haben keine Platten, dafür hat das Crossrad quasi jeden Monat einen.
@Ralph: Fährst du vorn UND hinten mit den RRs? Wie kommst Du damit im schweren Gelände klar? Habe zur besseren Traktion und Lenkkontrolle vorn den Nobby Nic drauf. Beim Rollwiderstand habe ich dadurch kaum eine Verschlechterungen bemerkt.
@Tanja: Mit wieviel Luftdruck fährst Du denn innerorts? Fährst du mit Schläuchen oder Tubeless? Sind Deine Platten Snakebites oder eingefahrene Gegenstände? Ich gehe mal davon aus, dass Du deine Räder nicht mit Vollgas gegen Bordsteinkanten krachen lässt. Vielleicht kann ich Dir ja helfen, wenn Du mir die Fragen beantwortest (Hier oder via Email). Denn selbst hatte ich seit mindestens 2 Jahren keinen Platten mehr.
Ich fahre mit dem Luftdruck der als Maximum angegeben ist wobei ich den bei meiner eher gelegentlichen Nutzung meist direkt vor dem Fahren kontrolliere, mit Schläuchen und, nein, keine Snakebites. Wenn der Übeltäter auszumachen war, waren es meistens spitze Steine.
Ich weiß jetzt nicht genau, wieviel bar bei deiner Reifenbreite zulässig ist (4 oder 7 bar?). Rein vom gefühl her würde ich Dir aber empfehlen, nicht unbedingt mehr als 4 bar drauf zu geben. Kleine spitze Gegenstände können durch den hohen Gegendruck besser den Reifenmantel durchdringen -> Platten. Wenn weniger Luft auf dem Reifen ist, kann er sich durch die Walkung besser an die Hindernisse anpassen.
Da wir so ziemlich das gleiche Körpergewicht haben, würde ich dir mal empfehlen, einen maximalen Reifendruck zwischen 3,0 und 3,5 bar auszuprobieren. Das reicht eigentlich aus, um den Rollwiderstand gering zu halten. Zusätzlich bekommt man auch etwas mehr Komfort ins Fahrverhalten. Das ist kraftsparend (weniger Schläge durchgeleitet) und kann sich somit positiv auf die Endgeschwindigkeit auswirken.
In der Bike 02/2009 war da ein interessantes Extra-Heft zum Thema Reifendruck. Ich schick dir mal’ne Mail im Laufe des Tages.
Edith sagte 12:55:
Besonders Rollsplitt kann den oben erwähnten Durchstich-Effekt hervorrufen. Hatte mal bei meinen alten IRC Mythos XC Kevlarreifen eine Tannennadel(!), die Karkasse und Schlauch durchbohrt hat wegen zu hohem Luftdruck.
Evtl. sind für dich ja Latex-Schläuche eine interessante Option, wenn Du vor der Fahrt sowieso immer den Luftdruck checkst. Die sind pannenresistenter als normale Butylschläuche und verringern zusätzlich die innere Reibung zwischen Mantel, Schlauch und Felge. Sie halten allerdings den Luftdruck nicht so gut. Guckst Du hier.
Danke für die Mail, ich habe mich gerade mal durchgekämpft. Interessant finde ich, dass der Racing Ralph auf der Straße leichte rollt als der Fast Fred, hätte ich nicht gedacht.
Das mit dem geringeren Luftdruck werde ich mal in der Praxis ausprobieren, mal sehen ob sich die Platten damit verringern lassen.
Wollte auch schon immer mal den Racing Ralle testen (also den Reifen), nur bei Marathons sehe ich immer die Jungs mit dem Ralph beim flicken. Rollt er denn wirklich so gut? Und müsst ihr oft den Schlauch wechseln?
Ok, ok. Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Wie weiter oben beschrieben gabs seit 2 Jahren keinen Plattfuß.
Alles klar. Werds mal ausprobieren.
Sorry Maddin, aber ich war die letzten Tage wieder mal viel auf Achse, deshalb mein langes Schweigen.
Also:
Mit Tanja und mir hast Du beide Fraktionen der Racing-Ralph-Besitzer vertreten. Sie hat regelmäßig Platten, ich hatte mit dem Reifen noch nie einen. Bei sowas spielen einfach zu viele andere Faktoren mit, um diese Defekt-Häufung allein auf den Reifen zu schieben. Da wären der Luftdruck, Art und Vorhandensein von Schläuchen und natürlich auch der persönliche Fahrstil.
Ich kann mir gut vorstellen, dass im Marathon-Wettkampf auf Zeit durchaus brutaler gefahren wird. Zumal man sich auf einen Marathon ja doch lieber mit einem Fully begibt. Erfahrungsgemäß fährt man mit einem Fully eine etwas unsaubere Linie durch den Wald und nimmt so mehr Hindernisse mit. Der Rahmen und das Fahrwerk verzeihen das, die Schläuche/Reifen nicht.
Da ich von kleinauf das Mountainbiken auf einem Hardtail gelernt habe, suche ich mir immer eine recht “smoothe” Linie und unterstütze die Bewegung des Bikes über Hindernisse mit sehr aktiver Gewichtsverlagerung. Viele Mountainbiker, die gleich auf einem Fully eingestiegen sind, neigen dazu über fast jede Wurzel und jeden Stein einfach nur drüber zu “holzen”. Es liegt also nicht immer am Material.