Ideallinie

by MTBTier on 09.12.2009 · 0 comments

in MTB-ABC

Im Rennsport vertsteht man unter der Ideallinie die schnellstmögliche Variante eine Strecke abzufahren. In der Theorie bedeutet das grundlegend:

  • auf geraden Abschnitten auch geradeaus fahren ;-)
  • Kurven von der Kurvenaußenseite ausgehend durch den Scheitelpunkt und wieder zur Kurvenaußenseite durchfahren.

Das funktioniert auf Asphalt auch mit dem Mountainbike sehr gut. Aber im Gelände sieht das oft ganz anders aus. Der Boden ist übersäht mit Hindernissen (Wurzeln, Felsen, Schlammlöcher, Mulden, Bodenwellen uvm.). Jedes Hindernis, über das ein Laufrad bewegt werden muss, wirkt dem Vortrieb des Mountainbikes entgegen. Und dementsprechend verändert sich im Offroad-Einsatz auch die reale Ideallinie. Zwar strebt man auch hier die Lehrbuch-Ideallinie an, aber wenn z.B. im Kurvenscheitelpunkt ein 20 cm hoher Granitklotz liegt, sollte man sich und seinen Felgen zuliebe eine alternative Umfahrung aussuchen.
Auch auf geradeaus verlaufenden Trails kann man schneller im Zickzack-Kurs zum Ziel kommen. Denn es kann gut möglich sein, dass in der geraden Fahrlinie Wurzeln oder Steine liegen, die Euch mächtig durchschütteln.
Ebenso kann eine Schlammpassage mitunter schneller durchfahren werden, als wenn man über das – daneben gelegene – trockene Wurzelsegment poltert.
Es zählt also analog zur Ground Control das Streben nach maximalem Flow für ein zügiges Vorankommen über losen Untergrund.
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