Test: The Edge, the Vista & the comparison

by MTBTier on 06.09.2009

the-edge-the-vista Die Outdoor GPS Geräte Garmin Edge 705 und Garmin eTrex Vista haben sich in den vergangenen Wochen – wie hier angekündigt – ein hartes Duell geliefert. Diese zwei glorreichen Halunken ;-) kommen zwar beide von Garmin, sind in Ihren Spezifikationen aber doch sehr unterschiedlich.
Das beginnt schon beim Preis. Das Garmin Edge 705 ist mit einer UVP von 449,- EUR sehr teuer. Allerdings bekommt man es in der freien Wildbahn schon für weit unter 400,- EUR. Zum Listenpreis des eTrex Vista kann ich nicht viel sagen, da dieses Produkt nicht mehr neu zum Verkauf angeboten wird. Der Nachfolger – das Garmin eTrex Vista HCx – wird mit 279,- EUR (UVP) angegeben. Man bekommt ihn aber bereits für weniger als 200,- EUR.
Aber welches dieser Geräte ist nun das optimale Outdoor GPS Gerät?

Größe und Ausdauer
Wer hat den Größten und welches kann am Längsten? Das Edge 705 ist mit 51 mm x 109 mm x 25 mm (B x L x H) ein wenig kürzer und flacher als das eTrex Vista (51 mm x 112 mm x 30 mm). Mit nur knapp 105 g Masse wiegt es außerdem 45 g weniger als das eTrex Vista. 2:0 für das Edge 705.
Garmin gibt bei der Akkulaufzeit des Edge 15 h an. Das eTrex Vista soll nur 12 h Dauereinsatz schaffen. Allerdings trübt der bereits bemängelte integrierte Akku des Edge den Gesamteindruck. Denn das Vista läuft mit 2 handelsüblichen AA-Batterien/-Akkus. So bekommt jedes Gerät einen Punkt (3:1).
Im Wasser kommen beide gleich gut zurecht, weil beide GPS Geräte nach internationalem Standard IPX7 wasserdicht sind. (4:2)

Der Versuchsaufbau für den Vergleichstest

Pokerface oder offenes Buch?
Mit einer Display-Auflösung von 176 x 220 Pixeln (Edge 705) und 166 x 288 Pixel (eTrex Vista) liegen beide Geräte nah beieinander. Das Display des Edge ist mit einer Bilddiagonale von 2,2″ etwas kleiner als das des eTrex Vista mit 2,4″. Aufgrund des Alters des eTrex Vista, kann das Display aber nur 4 Graustufen anzeigen. Der Nachfolger (eTrex Vista HCx) kommt aber – genau wie das Edge 705 – mit einem 256-Farben-Display daher. Verglichen mit aktuellen Handys klingt das natürlich wenig, reicht aber für die Darstellung von topografischen Karten vollständig aus und verbraucht nicht soviel Strom.
Die Ablesbarkeit des Garmin Edge 705 im Sonnenlicht ist aufgrund der hellen Beleuchtung einfach erstklassig. Auf dem älteren eTrex Vista können Reflektionen die Ablesbarkeit sehr stören (5:3). Ebenso hilft das Farbdisplay beim Entziffern von topografischen Karten, da hier Höhenlinien, Wege, Straßen und Gewässer farblich unterschieden werden können (6:3). Von guter Ablesbarkeit kann in Anbetracht der kleinen Displays aber nicht wirklich gesprochen werden. Hier vermittelt das eTrex Vista sogar einen etwas besseren Eindruck, da das Display länger ist und so der angezeigte Kartenausschnitt etwas größer ausfällt (6:4).

Umgänglicher Charmeur oder schwieriger Charakter?
Die Bedienung der Garmin Outdoor GPS Geräte wird in vielen Foren und Tests bemängelt. Und obwohl beide Geräte vom gleichen Hersteller kommen, gibt es hier auch Unterschiede. Dabei fällt auf, dass die Menüführung im Edge 705 etwas kompakter gehalten ist als beim eTrex Vista. Das Konfigurationsmenü kann außerdem immer über einen extra Knopf angewählt werden. Hierfür muss man sich beim alten eTrex Vista erstmal mit dem “Page”-Button durch mehrere Anzeigeseiten klicken.
Auch wenn die Bedienbarkeit von beiden Geräten nicht als intuitiv bezeichnet werden kann, ist die Navigation durch das Edge 705 etwas übersichtlicher als beim Vista (7:4).

Revolverheld oder Stalljunge?
Nun geht es um die Schnelligkeit und Präzision der zwei Duellanten. Im Vergleichstest auf offener Straße bei blauem Himmel war das Edge 705 bereits 42 Sekunden nach dem Einschalten mit 8 Satelliten verbunden. Das eTrex Vista zeigte da noch fleißig seinen Startbildschirm und die Copyright-Informationen an (8:4). Nach 1 min 38 s hatte es sich dann mit genau den gleichen Satelliten verbunden wie das Edge. Die Höhenkalibrierung anhand der Satelliten dauerte bei beiden ungefähr gleich lang (ca. 2 Minuten bis die Höhenangabe konstant blieb). Was die Höhe am Standort anging, waren sie sich übrigens beide mit der Karte des Landesvermessungsamts einig (9:5).
Auf flotten Ausritten mit dem Mountainbike hielt das Garmin Edge 705 problemlos mit. Schnelle Richtungswechsel, tiefe Täler und dichte Wälder waren kein Grund, den Satellitenempfang zu verlieren. Erfolg durch Hartnäckigkeit zeichnete das eTrex Vista aus. Besonders in dicht bewaldeten Tälern konnte es sich mit Mühe und Not im Sattel… öhm… Satelitenempfangsbereich halten. (10:5)
Die unten stehende Karte zeigt den direkten Vergleich der aufgezeichneten Strecken des Edge (blau) und des Vista (rot). Hier erkennt man, dass das Edge eine Spur präziser arbeitet. An Stellen mit schnellen und kurvigen Trails “verheddert” sich das Vista gelegentlich und zeichnet etwas absurde Streckenverläufe auf (11:5). Der Fairness halber muss man hier aber auch erwähnen, dass der GPS Empfänger des eTrex Vista dem aktuellen Stand der Technik schon 3 oder 4 Jahre hinterher hängt. Berücksichtig man das, leistet er wirklich herausragende Arbeit. Die Schuld für die etwas längere Strecke des eTrex Vista liegt bei mir, da ich diese im Nachhinein nicht korrekt zugeschnitten habe.


Vergleich: Edge vs. Vista auf einer größeren Karte anzeigen

Fazit
You see, in this world there’s two kinds of people, my friend: Those with loaded guns and those who dig.
Oder verständlicher ausgedrückt: Wie fair ist eigentlich ein Vergleichstest zwischen zwei GPS Geräten, deren Entwicklungsstand 4 Jahre auseinander liegt?
Natürlich ist das Garmin Edge 705 dem eTrex Vista weit überlegen. Betrachtet man aber den derzeitigen Nachfolger des eTrex – das Garmin eTrex Vista HCx – dann würde die Entscheidung schon etwas knapper ausfallen.
Für Radsportler, die einen umfangreichen GPS Trainingscomputer suchen, ist das Edge 705 definitiv die bessere Wahl. Für GPS Anwendungen außerhalb des Radsports könnte man einige Funktionen vermissen (z.B. ein 3-Achs-Kompass, Geo-Caching-Programme). Hier ist das Garmin eTrex Vista (bzw. sein Nachfolger) der universellere Partner.
Mein Tipp: Ambitionierte Radsportler kommen am Garmin Edge 705 fast nicht vorbei. Der schnelle Satellitenempfang, die Genauigkeit bei hohen Geschwindigkeiten, die Herzfrequenz-Aufzeichnung und die auf den Einsatzbereich optimierte Datenanzeige sind einfach Top.
Wer jedoch ein einziges GPS-Gerät sucht, das man sowohl beim Fahrrad Fahren als auch beim Wandern, Klettern oder Geo-Caching sehr gut einsetzen kann, ist mit dem Garmin eTrex Vista HCx besser beraten.

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Garmin eTrex Vista HCx Handnavigationsgerät - Handgeräte - Gimahhot
08.09.2009 at 10:54

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Gerd 07.09.2009 at 13:23
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Wieder ein Grund mehr! ;-)
Lange kann ich mich nicht mehr zurückhalten!

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