Ok… Montag Morgen… aufstehen, zum Fenster gehen… Nein! Schneeregen.
Also wieder einmal ein Tag fürs Schwimmbad. Für jemanden, der sich gern in hohem Tempo durch die Wildnis bewegt, ist Bahnen schwimmen ungefähr so unterhaltsam, wie auf dem Fußboden zu sitzen und die Fugen im Parkett anzustarren. Na gut, das war jetzt dem Parkett gegebüber etwas unfair.
Nach dem klassischen 2-Toast-1-Pott-kalte-Milch-Frühstück also Schwimmsachen zusammenpacken und noch einmal in Gedanken die Schwimmbad-Checkliste durchgehen:
- Badehose? – Check.
- Badeschlappen? – Check.
- Handtuch? – Check.
- Duschzeug? – Check.
- Deo, Bürste, diverser Kram, der mich auch nicht schöner macht? – Check.
- Vaseline – für die Achseln? – Check.
In der Umkleide musste ich dann doch einsehen, dass der Vaseline-Check wohl zu unrecht getätigt wurde. Wird auch ohne gehen. Muss!
Am Becken dann die nächste Ernüchterung: Das Schwimmbecken enthält 9:40 wesentlich mehr Rentner als 7:50. Auf den ersten 20 Bahnen muss ich erstmal meine Slalom-Technik wieder auffrischen.
Nach ca. 30 Bahnen ergibt sich eine harmonische Ausweichdynamik zwischen den herumtreibenden Senioren und mir. Eine ältere Frau mit einem ziemlich fetten Ghettoblaster betritt die Halle. Ich denke an nichts Schlimmes. Es folgen ca. 20 Frauen mit Engelsperücken und Teufelshörnchen. Die Anführerin dieser Horde steckt den Supa-Gangsta-Mega-Blaster ein. Es ertönen die Randfichten mit dem Holzmichl. Ich schaue mich verstört um und wünsche mir einen großen schweren Stein, den ich mir um den Hals binden kann. Zu allem Überfluss fangen nun auch die Achselhöhlen wieder an zu brennen. Juhu.
Noch 50 weitere Bahnen und ich definiere meine heutige Schwimmstunde als erfolgreich beendet. Die Orient Deep, die heute zum Dichtheitstest mit dabei war, läuft einwandfrei… keine Anzeichen von eingedrungenem Wasser. Durch die Schwimmbewegungen müsste sie jetzt auch maximal aufgezogen sein. Na wenigstens was.
Die Trainingsdaten:
Strecke | 2.000 m
Dauer | 55 min
ØHF | ca. 130 bpm
max. HF | k. A. (mental so auf ca. 180)
Verbrauch | 481 kcal (laut SportTracks 2.1)
Und damit ihr auch ein bissl leidet, bekommt ihr noch ein schönes Musikvideo:
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Immer wieder lustig beim Schwimmen
Wenn ich, was selten vorkommt, schwimmen gehe hucken
da auch immer solche “Hupfdohlen” zu komischer Musik rum.
Angeblich nennen die das “Aquafitness” oder so!!
Ich meine das die Damen für das Wellenbad zuständig sind,
denn wenn ich zur Wende komme, ist es wie Brandungsschwimmen
Ich schwimme vergleichsweise langsam, könnte also von Dir auch für einen Rentner gehalten werden.
Nein, das Langsamschwimmen ist nicht das K.O.-Rentnerkriterium. Nur in Verbindung mit dem entsprechenden Alter und einer diese-Bahn-ist jetzt-meine-Einstellung könnte es so weit kommen.
Der letzte Punkt ist das Störende: Es kommen zwei ältere Mitschwimmer entgegen. Zwischen ihnen ist ein Abstand von ca. 60 cm. Links und rechts von Ihnen wäre Platz, um mal ein wenig zur Seite auszuweichen, aber sie bleiben unbeirrt auf Kollisionskurs. Drunter durch tauchen geht auch nicht, weil dort ihre Beine hängen. Also muss man diese Wand aus Uneinsichtigkeit großräumig umschwimmen… und ja es gibt auch Ausnahmen.
Der Schluss hätte nun wirklich nicht sein müssen. Ich hatte ja schon genug Mitleid mit Dir.
Das ist echt gruselig.
Nein, das ist nicht, was ich normalerweise hören oder als hörenswert propagieren würde. Neinneinneinneinnein! Die volkstümelnde Ostzonencombo “De Randfichten” samt ihrem Erfolgshit “Lebt denn der alte Holzmichl noch?”, einem in der Naturversion schon grausamen “Volkslied”, sind nicht gerade ein Beweis für eine blühende deutsche Musikkultur.
Doch verbindet mich mit diesem Stück ein wenig Erinnerung: http://weblog.hundeiker.de/item-1095.html