Das Jahr 2009 ist in absehbarer Zeit vorbei. Das weckt in mir die Hoffnung, dass sowohl in mein Leben als auch ins Blog wieder Normalität einzieht. In der gesamten Vorweihnachtszeit hatte ich einfach keine Ze… (Halt! Ich soll ja ehrlich sein.)… Lust, mich aufs Bike zu setzen. Auch für andere Sportaktivitäten konnte ich mich nur begrenzt motivieren. Unter diesen Umständen ist es überraschend, dass sich die Waage von den Weihnachtsfeiertagen nicht beeindrucken lassen hat.
Nach der mehrtägigen Fressorgie brennt in mir nun aber endlich wieder der Wunsch nach schönen Trails und ein paar Tourberichten auf Trails & Bikes. Aber was bedeutet Normalität überhaupt für einen Mountainbiker. Lasst es Euch am Beispiel des 27.12.2009 erklären.
Normalität heißt erstmal, wieder ein gepflegtes Äußeres und schicke Klamotten zu präsentieren:

Es bedeutet, sich ca. 200 Hm am Stück über vollständig vereiste Feldwege nach oben zu arbeiten… ohne abzusteigen… begleitet nur vom eigenen Willen, Stolz und der Freude über den Erfolg.
Normalität ist auch der permanente “Entschuldigen Sie bitte”-”Dankeschön”-Monolog mit Spaziergängern während der Aufteilungsverhandlungen des vorhandenen Waldweges. Das schließt die selbstlose Entscheidung mit ein, sich mit dem Mountainbike über blitzblanke Eisflächen mehr oder minder elegant gleiten zu lassen, weil der geneigte Fußgänger schon alle griffigen Untergrundsegmente besetzt hält.
Dass während der 24 km langen Mountainbike Tour dann nur ein Sturz passierte, ist unter diesen Umständen dann schon ziemlich verwunderlich. Zum Glück passierte das vor ausreichend Publikum (8 Spaziergänger), die gemütlich auf trocken gefrorenem Waldboden Maulaffen feil hielten, während das Zaskar ca. 8 bis 10 m weit als unförmiges Geschoss zwischen ihnen hindurch flog. Da muss man dann wahrscheinlich schon froh sein, dass kein Fußgänger davon getroffen wurde. Wäre ja wohl sicherlich die Schuld des Bikers.
Notiz an mich: Neue Sportart namens “Human Bike Bowling” populär machen. ![]()
Der Sturz selbst war absolut harmlos, noch im Rutschen konnte ich mich wieder auf die Füße aufrichten. Einzig ein kleines Loch am linken Knie meiner Nalini-Winterhose trübte die B-Note. Da muss ich wohl mal jemanden im Bekanntenkreis beauftragen, der/die in der Lage ist, Löcher zu stopfen.
So verrückt das klingen mag: Genau diese vielen (nervigen) Kleinigkeiten haben in mir wieder den Heißhunger auf mehr Mountainbike Action solcher Art geweckt. Voll normal, oder?
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Zur Schadensbegrenzung fahre ich bei solchen Bedingungen neuerdings mit Knie/Schienbein- und Ellenbogenprotektoren und gepolsteter Short – auch wenn man als Cosscountry-Downhiller auf einem Hardtail etwas merkwürdig aussieht …
Ja warum nicht. Nur auf Eis und Stürze habe ich seit diesem Jahr keinen Bock mehr.
@bbbaschtl: Ja, der Gedanke kam mir auch schon. Damit die Optik nicht ganz so blöd rüberkommt, müsste man wohl die Offroad-Shorts über die Winterhosen drüberziehen.
@Lutz: Lusche.
Dann wünsche ich Dir mal, dass dies dein letzter Sturz für lange Zeit gewesen ist. Mach langsam. Ich tue es auch!
Ich wünsche Dir einen “guten Rutsch” ins neue Jahr und bleibe vor allem gesund!
Gruß Gerd