Samstag Morgen: Nachdem ich diese Woche kaum zum Fahrrad fahren kam, mussten heute unbedingt mal ein paar Kilometer auf dem Mountainbike weggetreten werden. Diese Gelegenheit wollte ich gleich nutzen, um neues Input für die Trails-Sektion aufzuzeichnen.
Also Getränk angerührt (die Testpackung frubiase Sport Ausdauer wurde endlich mal angerissen), Garmin mit Akkus bestückt, Luft auf die Kette, Öl auf die Reifen und ab dafür.
Start der Runde war der Albertplatz in Plauen – mal was anderes als immer am Café Heinz zu beginnen, obwohl es dort das bessere Eis gibt.
Von dort wollte ich über Thiergarten, den Burgteich nach Weischlitz und Pirk, um dann die Trinkwassertalsperre Dröda zu umrunden und ggf. noch über die Burgsteinruine zurück nach Plauen zu fahren. Das wären wohl schätzungsweise 50 bis 60 km geworden.
Diese Runde hätte prima in den jetzigen Tourenkatalog gepasst, weil diese Ecke von mir tourentechnisch kaum erschlossen ist. Dementsprechend kosteten mich einige Navigationsfehler viel Zeit und Kraft.
Das Schlimmste passierte dann aber auf dem vermeintlichen Weg von Pirk nach Dröda. Zum Einen hatte ich irgendwo einen Abzweig im Wald verpasst und kam viel zu weit östlich von Dröda heraus, zum Anderen donnerte mir bei einer Abfahrt ein ca. 5 cm starker Ast zwischen Schaltwerk und Hinterbau. Ich hielt zwar sofort an, konnte aber nur noch feststellen, dass der Ast schon sein Werk verrichtet hatte. Das Schaltwerk war unnatürlich zusammengezogen und ließ sich nur schwergängig bewegen, am Schaltauge waren zum Glück keine Schäden. Dennoch befürchtete ich das Schlimmste für meine Schaltung.
Der nächste Kilometer war ein K(r)ampf. Die 3 größten Ritzel konnten gar nicht mehr geschaltet werden, dafür konnte ich mit dem Shifter noch 3mal klicken, nachdem die Kette bereits auf dem kleinsten Ritzel saß. Die Gänge dazwischen rutschten permanent durch. Nach ein paar (stümperhaften) Einstellarbeiten ließen sich zumindest hinten wieder 3 Ritzel fahren. Im Angesicht dieser 9fach Gangschaltung entschied ich mich für den Rückweg über Oelsnitz auf Asphalt und plante schonmal einen Zwischenstopp bei meinem Fahrrad-Doktor ein.
Fast bis Droeda auf einer größeren Karte anzeigen
Dort angekommen, musste ich mal wieder feststellen, dass Samstags ganz Plauen Fahrräder kaufen möchte. Mit dem Mitleid erweckenden Satz: “Ich hab wieder was kaputt gemacht.” Konnte ich aber die Herzen der Mechaniker erweichen und sie fanden noch 5 Minuten für die Reparatur. Eigentlich war das Problem trivial: Der Schaltzug wurde von dem Ast leicht aus der Klemmung am Schaltwerk gezogen. Ein bissl Nachjustieren und schon passte das. Solche Erfahrungswerte fehlen mir als reinen Anwender eben doch noch.
Im Gegenzug durfte ich dann für die ganze Belegschaft Pizza-/Dönerbote spielen (, weil ich natürlich alles außer Bargeld auf die Tour mitgenommen hatte.). So waren wenigstens beide Parteien glücklich.
Bloß mit der Talsperre Dröda habe ich noch eine Rechnung offen!
Strecke | 43,0 km
Dauer | 126 min
Höhe | 578 Hm
ØHF | 146 bpm
max. HF | 185 bpm
Verbrauch | 1.145 kcal
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Was hast du nur für eine Fahrradwerkstatt? Da macht es doch auch direkt Spaß mal vorbeizufahren. Ne, aber im Ernst – solche Läden mit einem solchen Kundendienst sind doch besser, als mancher Schickimicki-Laden, wo du für jeden Handgriff extra löhnst.
Bei uns hier gibt es einen mit Fahrradwaschanlage und sonstigem Gedöns – aber Kundendienst? Die lassen dich im Laden stehen und machen lieber erstmal Pause…
Das muss ich auch sagen, tolle Bike-Werkstatt!!! Deshalb fahre ich auch so gerne
mal bei meinem Bike-Dealer und Freund vorbei, der ist genauso schnell und
unkompliziert
Schöne Touren, ohne Störungen, wünsche ich noch
…ein bissl Nachjustieren und schon passte das…

das kenne ich. Da ich aber auch absolut kein Gespür dafür habe bin ich überglücklich eine ähnliche Werkstatt zu kennen wie Du. Da geht alles ratzfatz und die Jungs haben auch noch Spaß daran. Da weis man sein Gefährt in guten Händen.
Das ist Gold wert. Da muss man auch mal Bote spielen.
@ Stadtelch, Ralph & Gerd: Ja, dieser Bikeladen ist zwar nicht der Größte Plauens, aber die Mitarbeiter wissen was sie tun und haben Freude daran. Solche kleinen Justierarbeiten machen die bei meinem Rad eigentlich immer kostenlos. Immerhin ist meine gesamte Familie seit über einem Jahrzehnt dort Stammkunde (und das mit einem nicht zu unterschätzenden Umsatz).
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