Es hat mich heute wieder gepackt. Ich musste einfach nochmal meinen Arbeitsweg mit dem Mountainbike bestreiten. Diesmal verzichtete ich auch auf isotonische Getränkezusätze und bin einfach mit der klassischen Apfelschorle losgezogen. Für den Hinweg mit dem Fahrrad habe ich zwar 10 Minuten länger gebraucht als beim ersten Versuch, dafür fühlte ich mich aber auch wesentlich besser.
Strecke | 34,7 km
Dauer | 98 min
Anstieg | 551 Hm
ØHF | 155 bpm
max. HF | 185 bpm
Verbrauch | 1.053 kcal
Nun aber zum Titelzusatz: Warum lautet der bitteschön volle Integration? Das möchte ich nun erklären, denn gleich in 3 Punkten konnte man den heutigen Tag unter dieses Motto stellen.
Voll integriertes Training
Der Hinweg zur Arbeitsstelle auf Asphalt ist eine wunderbare Gelegenheit, die Kraft-Ausdauer etwas zu pushen. Bedenkt man, dass ich mit dem Auto gerade mal 40 Minuten kürzer fahren würde, dabei aber noch nicht trainiert habe, lohnt sich das voll.
Den Rückweg habe ich heute endgültig und mit vielen Karten des Landesvermessungsamts optimieren können. Er ist voll auf Offroad ausgelegt. Das fängt an mit einer verblockten Wurzelpassage und geht dann in endlos lang erscheinende Abfahrten auf ausgewaschenen Schotter- und Waldwegen über. Danach wieder rauf und wieder runter usw.:
Strecke | 37,4 km
Dauer | 2 h 13 min
Anstieg | 627 Hm (obwohl Plauen topografisch tiefer liegt als mein Arbeitsort)
ØHF | 155 bpm
max. HF | 181 bpm
Verbrauch | 1.174 kcal
Voll integrierte Russlanddeutsche
In Plauen angekommen ließ ich mich auf einem 3 bis 4 m breiten (!) Fußweg gemütlich nach Hause rollen. Vor mir liefen 3 Menschen mit jeweils einem schwarzen Spitz/Cocker Spaniel/Köter über den gesamten Fußweg verteilt.
Als ich mich gerade zwischen diesem lebenden Schutzwall dezent durchschlängeln wollte, fragte mich eine Hundehalterin in gebrochenem, aber grammatisch korrektem Deutsch: “Junggerr Mann, können sie nicht klingg’lln?”
Leider musste ich diese Frage verneinen. Trotzdem war ich beeindruckt von der extrem deutschen Korrektheit, die mir hier entgegen gebracht wurde. Nach einem unangenehmen, aufdringlichen und unhöflich schrillen Warnsignal verlangen sonst eigentlich nur verbitterte Mitsechziger mit Hang zur Schrebergärtnerei.
Nun beschäftigt mich ernsthaft die Frage, ob wir wirklich in Deutschland perfekt asimilierte Einwanderer haben wollen. Wo bleibt da der Kulturaustausch? ![]()
Oder interpretiere ich die Wortverbindung “Kultur” und “Austausch” einfach falsch. Wenn ja, wurden dann diese drei Russlanddeutschen einem “Kulturaustausch” unterzogen? Tut sowas weh? Geschah das mit deren Einverständnis? Fragen über Fragen… egal.. ich fahr morgen wieder mdRzA…und ohne Klingel!
Voll integrierte Kommunikationslandschaft
Voll integrierte…. WAS?! Seht selbst, habe ich an einem Aussichtspunkt so vorgefunden:

- Die einzige Möglichkeit im Vogtland, aus der Matrix auszuchecken
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{ 3 comments… read them below or add one }
Ist das auf dem Bild dein Mobiltelefon? Wenn ja, dann solltest du dir vielleicht doch mal ein kleineres Modell zulegen…
Einfach herrlich
@Stadtelch: Jo, das ist mein robustes Outdoor-Handy. Trotz des extra-langen Kabels sind leider nur 30 km Maximalentfernung von zu Hause möglich. Das Kabel Aufwickeln nach der Tour nervt immer extrem… Aber was will man tun? Habe bis jetzt noch kein schöneres Handy mit Wählscheibe gefunden.
@Ralph: Genau DAS dachte ich mir bei dem Anblick auch.