Durch die Pressereise über den Bike Trail Tirol hat sich mal wieder die Aktualisierung der aktuellen Blog-Umfrage verzögert.
Seit wenigen Wochen läuft in vielen MTB-freundlichen Urlaubsregionen nun schon die Hochsaison. Und auch ich werde dieses Jahr eine Woche meines Urlaubs dem Mountainbike widmen und die Alpen überqueren. Deshalb lautet die Umfrage für Juli und August 2010:
Fahrt Ihr dieses Jahr in einen Bike-Urlaub?
Die Umfrage für Mai und Juni beschäftigte sich mit Euren Trainingsschwerpunkten. Ich wollte wissen, ob Ihr Euch aktuell mehr mit Konditions-, Kraft- oder Fahrtechniktraining befasst.
Eigentlich hatte ich mit einer sehr gleichmäßigen Stimmverteilung gerechnet. Letztendlich gab es beim Trainingsschwerpunkt Kraft jedoch nur 2 von den insgesamt 31 Stimmen (entspricht 6%). Nun habe ich natürlich keinen Überblick über den Trainingsstand der Umfrageteilnehmer. Aber ich glaube, dass viele Hobby-Mountainbiker das Kraft-Training ein wenig stiefmütterlich behandeln. Doch gerade die Muskelkraft ist essentiell, um den Körper vor Belastungen beim Mountainbiking zu schützen. Starke Muskeln an den Beinen entlasten das Kniegelenk. Eine gute Muskelstruktur an Rücken und Bauch erspart Euch nervige Rückenprobleme. Brust- und Armmuskulatur erleichtern Euch das Handling im groben Gelände. Mit Kraftaufbau meine ich in diesem Fall aber nicht das unnötige Aufpumpen der Muskelmasse, sondern einfach nur die Steigerung der effektiven Muskelkraft (Kraft-Ausdauer) – also ein optimiertes Verhältnis von Kraft zu Masse.

Ich selbst hatte bei der vergangenen Umfrage mein Häkchen beim Punkt Kondition gesetzt. Denn in Anbetracht meiner hohen Herzfrequenz und der ersten Alpenüberquerung, wollte ich meine Ausdauer 2010 noch einmal gezielt trainieren. Inwiefern das von Erfolg gekrönt war, werden wir bald erfahren. Mit insgesamt 10 Stimmen (32%) für die Kondition ist das gleichzeitig die stärkste Antwort der Umfrage. Ist ja auch logisch, dass Ausdauersportler diesen Bestandteil des Trainings stetig steigern möchten.
9 Stimmen (29 %) gab es für die Fahrtechnik. Das entspricht ungefähr meinen Erwartungen an die Umfrage. Denn man sieht oft genug in YouTube-Videos u.ä., wie talentierte Mountainbiker ihr Gefährt mit einer verblüffenden Selbstverständlichkeit für unvorstellbare Stunts nutzen. Welcher Biker möchte nicht halb so entspannt durchs Unterholz düsen.
Gleichzeitig fällt mir oft auf, dass gerade ausdauerfixierte Mountainbiker schon bei recht leichten Singletrails (einfacher S2-Trail) die Notbremse ziehen. Die Fahrtechnik lässt sich allerdings als einziger Punkt auch nur ernsthaft beim Fahren üben. Dementsprechend sollte man konditionell und kräftemäßig schon gut aufgestellt sein, damit man sich auf die individuellen Grenzen im Kopf konzentrieren kann.
Mit ebenfalls 9 Stimmen kam die Fraktion der Unentschlossenen/Unsicheren/MTB-Einsteiger (?) zu Wort. Allerdings würde ich auch Euch empfehlen, einen saisonalen Schwerpunkt zu setzen. Denn in nahezu jeder Disziplin (sportlich wie auch beruflich) ist es schier unmöglich, sich gleichzeitig in mehreren Fachgebieten auf ein sehr gutes Level zu bringen. Und wie ich bezüglich Fahrtechnik eben erwähnte, setzen manche Fähigkeiten erstmal ein gutes Training auf anderen Gebieten voraus.
Und natürlich gab es auch in dieser Umfrage eine Ausreißerstimme. Die Person hinter diesem Vote ist also konditionell, kräftemäßig und fahrtechnisch am absolut Mountainbiker-Möglichen angelangt. Ich wusste gar nicht, dass Steve Peat mein Blog liest.
| Tweet | ![]() |









{ 1 comment… read it below or add one }
Habe meine Stimme dem “ja” gegeben. Zwar ist es keine ganze Woche, dafür mehrere 3-4 Tage Bikeurlaub.
Ein Jahr ohne Bikeurlaub gibt es einfach nicht. Da würde klar etwas fehlen.