Es ist schon wieder bald zwei Wochen her, dass ich mal auf dem Mountainbike saß.
Wochentags war das Wetter teilweise richtig bombig. Nach Feierabend war mit mir dann aber meist nicht mehr viel anzufangen. Am Wochenende ärgerte mich Mr. Murphy dann mit Regen und frostigen Temperaturen. Also mal wieder optimale Bedingungen für die Durchsetzungskraft meines Schweinehunds.
Genug gejammert! Heute hatte ich keinen Bock mehr auf die elende Stubenhockerei und bin trotz des Wetters (15°C, Wind, Nieselregen) mit dem Mountainbike losgezogen.
Es sollte mal wieder die Plauen-Rundfahrt werden. Bezüglich der Länge wollte ich schauen, wie das Wetter durchhält und ich konditionell aufgestellt bin. Hier bietet sich diese modular aufgebaute Strecke dank ihrer Flexibilität an.
Auf der Passage durchs Elstertal, über den Eisenberg und durchs Triebtal hatte ich mehrmals ein Déja-Vu:
Es begann mit dem Aufblitzen eines farbigen Flecks zwischen Sträuchern und Bäumen. Das heißt für einen Mountainbiker auf stark frequentierten Ausflugsrouten: Achtung Spaziergänger!
Also richtet man seinen Blick in Richtung des Farbflecks, um Anzahl und Ausdehnung des Menschen/der Menschenansammlung rechtzeitig deuten zu können. Nachdem ich heute aber an den Sträuchern vorbei fuhr – fixiert auf das Mountainbikern selten wohlgesonnene Spaziergängervolk -, blickte ich in die erschrockenen Augen eines Weib- bzw. Männleins, das ca. 20 cm neben dem Wanderweg kauerte. Der Hosenbund wurde mit einem verzweifelten Handgriff provisorisch über den Intimbereich gehalten. Ähnlich erschrocken war ich, der ich sowas nicht sehen möchte, wenn ich MTB fahre.
In diese Situation kam ich auf den ersten 10 Kilometern genau viermal. Alle Ertappten waren altersmäßig der Risikogruppe Inkontinenz/Prostata-Krebs zuzuordnen. Vielleicht wurde auch das Bier in den anliegenden Einkehrmöglichkeiten mit Wasser der Weißen Elster gestreckt. Man weiß es nicht.
Aber was zum Henker bewegt einen Spaziergänger dazu, sich für sein kleines Geschäft einfach an den Wegrand zu stellen?! Es ist der Person doch scheinbar schon zu peinlich, dass ein Passant erahnen könnte, wobei er die/den Betroffene/n gestört hat. Wieso geht man also nicht ein paar Schritte weiter ins Unterholz. Ich möchte sowas auf meinen Ausflügen auch nicht sehen. Schon als Zivi konnte ich mich für keine Form von Exkrementen erwärmen.
Gut. Das Elstertal ließ ich nach ca. 40 Minuten hinter mir und damit war das Problem auch gelöst. Wochenendausflügler in Plauen kennen scheinbar nur diese Ecke, obwohl es rund um die Stadt schöne Fleckchen gibt. … Mir soll’s recht sein.
Meine Runde führte dann weiter durch das Nymphental, den Stadtwald und über die kniffligen schnellen Trails im Syratal. Dann wollte ich eigentlich weiter in Richtung Neundorf, um die Runde auf die Größe M auszudehnen. Nach dem Anstieg zum Skihang war dann aber plötzlich die Motivation im Keller. Keine Ahnung warum. Mir ging nur noch folgendes durch den Kopf: “Jetzt den steilen Berg da hoooooch… ooar nee… dann 3 km über Asphalt… ooar nee… kein Singletrail für die nächsten 10 km… ooar nee.”
Also fuhr ich einen schnellen Trail zurück ins Tal und dann über ein paar kleine Trail-Umwege nach Hause.
Konditionell machte sich die lange Pause auch schon bemerkbar. Ich muss mich wirklich wieder zu mehr Kontinuität zwingen:
Strecke | 28,7 km
Dauer | 89 min
Anstieg | 384 Hm
ØHF | 165 bpm
max. HF | 187 bpm
Verbrauch | 1.285 kcal
Training Effect| 5,0
Ich werde kommende Woche auf jeden Fall wieder mehr im Sattel sitzen. Das kommt auch dem Blog zu Gute. Immerhin sind in letzter Zeit doch auch einige themenfremde Dinge erschienen, damit Ihr was Interessantes zu lesen habt.
Damit es hier wieder ein bissl mehr back to topic geht, stehen nun auch die Toureindrücke – Sommer 2009 als wachsendes Album unter Pictures.
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Wo fährst Du denn rum.
Ich wünsche Dir ein paar “pinkelfreie” Touren!