Morgens um Acht rüttelte mich mein Fahrrad aus Träumen von Mila Jovovich in Gucci-Klamotten (Ihr wisst jetzt was ich am Freitag im TV gesehen hatte). Nach erholsamen acht Stunden Schlaf zeigte meine Pulsuhr einen nächtlichen Durchschnittspuls von 50 bpm an. Damit wäre die wöchtenliche Ruhepulsbestimmung mit 3-4 Zählern unter meinem sonstigen Normalwert. Ein guter Start in den Tag. Mein Schlafzimmer war bereits sommerlich gelb erleuchtet (Südostfenster + Sonne + gelbe Jalousien). Der Blick aus dem Fenster auf das besonnte Vogtland ließ keinen Zweifel: Heute muss Mountainbike gefahren werden!
Also erstmal ausgiebig frühstücken: Zweimal 2,2 bar fürs kleine schwarze Mountainbike und Brötchen und kalte Milch für mich. Wie meine Tour aussehen sollte, war mir zu diesem Zeitpunkt schon klar. Die Tourdaten könnten Euch schon Einiges darüber verraten:
Strecke | 73,7 km
Dauer | 4h 12min (netto: 3h 46min)
Anstieg | ca. 980 Hm
ØHF | 151 bpm
max. HF | 181 bpm
Verbrauch | 2.970 kcal
Genau! Die 3-Talsperren-Tour sollte mein monatliches Kilometerpensum in die Höhe pushen. Sie verlief einfach prima. Die gesamte Fahrt aus dem Gedächtnis ging ohne Navigationsfehler. Das wäre mal wieder ein Beweis dafür, dass mein Hirn sich unwichtige Dinge besonders gut merkt.
Bis zur fest eingeplanten Pause an der Trinkwassertalsperre Werda bei Kilometer 33 (a.k.a. Geigenbachtalsperre) war konditionell kein Einbruch zu verzeichnen.
So ging es weiter bis zu diesem höllischen Singletrail zwischen Gans- und Helmsgrün. Die seitlich zum Wasser abfallenden Wurzeln sind so dicht, dass man hier nur auf dem kleinen Kettenblatt einigermaßen manövrierfähig bleibt. Tragepassagen musste ich trotzdem in Kauf nehmen. Wer mir hier zeigen kann, dass er diese Passage durchzieht, ohne einen Fuß absetzen zu müssen, bekommt von mir an der Dampferanlegestelle Pöhl ein Eis ausgegeben.
Ab dem 55. Kilometer kamen dann leichte Übersäuerungserscheinungen im Oberschenkel auf. In Altensalz (nach 66 km) hatte mich Mr. Hungerast eingeholt. Ihm wegzufahren, hatte nun keinen Sinn mehr. Also auf den letzten 7 bis 8 km gemütlich nach Hause rollen. Kurz vor der Haustür gab es dann noch einen Stopp beim Plauener Lieblingsdönermann.
Der Döner mit Käse und Chili-Sauce weilte nur kurz unter uns. Er fand ein grausames Ende auf meinem Balkon – verspeist von einem ausgezehrten eingeschlammten Mittzwanziger. Wuharhar!
Nun wird die gute Laune ausgiebig mit Rock ‘n’ Roll und Heavy Metal zelebriert, bis Beschwerden kommen.
Euch wünsche ich einen ebenso schönen letzten Frühlingstag 2009.
- Verdiente Pause nach 33 km (92 min)
- Auf der anderen Staumauerseite wird losgetrailt
- Noch 18 km bis zum Pfeil
- Wer den Singletrail ohne Absetzen schafft, bekommt von mir ein Eis.
- Nur noch durch den Voigtsgrüner Wald und fertig
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Das sind so Tage die glücklich machen
Viel spaß beim Verdauen des “Döners mit alles”
Klingt hervorragend! Auch das Angebot mit dem Eis. Wenn ich mal in der Gegend bin, werde ich es auf jeden Fall versuchen. Ich muss heute mal schauen, das ich eine Regenpause erwische, um mal ne Runde zu drehen.
Schönen Sonntag allerseits
Ein richtig toller tag auf dem Bike. Herz was willst Du mehr.


Übrigens ein schickes Logo auf deinen Bildern.
Ich will auch wieder auf´s Bike!
Wird wohl noch so zwei, drei Wochen dauern!
@all: Oh ja. Der Tag war richtig schön.
@Gerd: Mit 2-3 Wochen bist Du aber ganz schön optimistisch. Mach lieber etwas langsamer. Naja, der Arzt wird Dir schon sagen, was Du ab wann wieder tun darfst.